unsere politische Richtung ?! ...

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    • unsere politische Richtung ?! ...

      Hallo zusammen,

      ich weiß nicht,ob es ein ähnliches Thema bereits gibt, da ich ja schon länger nicht mehr hier gewesen bin 8)

      Herzi schrieb:

      Weltweit triumphiert ‚die Rechte‘ ...
      Den Eindruck könnte man gewinnen, geht mir auch so.

      Und ich frage mich, woran das liegt.

      Momentan lese ich ab und an reitpädagogische Literatur und in den aktuelleren Büchern geht es immer darum, dass die Kinder heutzutage so sehr den Medien ausgesetzt sind, dass es auf Bewegungsmangel hinausläuft.
      Nun frage ich mich, ob da nicht ein Zusammenhang besteht.
      Ich sehe das ja bei den Reitschülern und Ferienkindern und auch bei unserer Jüngsten: Handy ist absolut "in", aber anstatt dass es einen informativen Charakter hat (den hat es auch, aber wenn ich das in Prozent ausdrücken müsste, läge das wohl eher im einstelligen Bereich), sind solche Dinge wie Spiele, Smilies, ultrakurze Whats App (und wenn sie länger sind dann doch bitte als Sprachnachricht), Instagramm, Musically etc. einfach wirklich führend.
      Soweit ich mich entsinnen kann vernetzt sich das Gehirn auch anders durch diesen zunehmenden Handykonsum.

      Wenn ich mir dann noch den Fachkräftemangel anschaue und die vorherrschende politisch "rechte" Meinung, dann frage ich mich, ob unsere jungen Leute durchs Handy verblöden im wahrsten Sinne des Wortes. NUR: Ich kenne ein paar absolut nicht blöde Menschen auch in reiferem Alter, die aus Überzeugung AFD-Phrasen von sich geben, einer davon besucht sogar regelmäßig diesen wöchentlichen Stammtisch und ist überzeugter AFD-Wähler. Ich halte den Mann nicht für blöd und mag ihn auch wirklich.

      Was treibt die Menschen in solche Richtungen?! Menschen die keineswegs dumm sind, Menschen, die durchaus politisch interessiert sind. Haben diese Organisationen eine Verblödungspille, die sie diesen Menschen regelmäßig verabreichen?! Ich verstehs einfach nicht.

      Habt Ihr vielleicht eine Erklärung?

      fragende Grüße

      Daniela
      Whoever said Dreams don´t come true
      obviously never had a unicorn.
    • Ganz spontan: Ich bin sicher, dass Internet & Co. dazu beigetragen haben, die Gesellschaft(en) nicht nur zum Guten sich entwickeln zu lassen. Diese Brachialisierung der Sprache, diese rücksichtlose Verprollung im Umgang mit anderen hat das Internet erleichtert. Und da der Mensch ein Herdentier ist, finden die meisten das Nachfolgen irgendwelcher Idioten attraktiver als für sich selbst zu denken und eigenverantwortlich zu leben. Wenn ich diese allumgreifende "Mediaisierung" schon im Kindergartenalter sehe, schaue ich sehr besorgt in die Zukunft. Nicht umsonst warnen ehemalige "Netz-Freaks" wie Jaron Lanier und Sascha Lobo heute vor den Folgen.

      Mehr vielleicht demnächst, ich muss in die Küche, Pizza backen...

      LG

      Peter

      Nachtrag: Auch der Psychiater Manfred Spitzer gehört zu den Kritikern des Internet, besonders in Zusammenhang mit Kindern!
    • Medienkonsum war schon immer Schuld an etwas. Romane sorgen dafür dass Frauen nciht richtig denken, oder sowas.... :rolleyes:

      Was Peter schriebt ist richtig. Das Internet hat positive wie negative Seiten.
      Es sorgt daüfr, dass man sich über vieles schnell und leicht informieren kann.
      Aber man kann sich auch falsch informieren.

      Das geht auch mit Büchern. Mein Kampf, Deutschland schafft sich ab oder Gekaufte Journalisten. Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz
      So ein Blödsinn kann man lesen. Aber man tapp da schnell in eine Falle. Das letzte Buch habe ich mir gekauft. Ich musste viel nebenher lesen, um diese Halbwahheiten zu durchschauen.

      Das muss man lernen. Wenn man einfach nur über so ein Buch stolpert, weil man gerade sowieso das Gefühl hat, das Journalisten gekauft werden. Sieht man da nichts kritisch.
      Und genauso läuft es im Internet. Ich habe meine Meinung, ich suche mir nun Bestätigung. Wer aber bereit ist, auch der Gegenseit zu zuhören, der kann vielleicht auch was Neues entdecken.
      Aber dazu muss man Zeit haben und sich konzentrieren. Und...man muss eben auch gelernt haben Quellen kritisch zu hinterfragen.

      Letzteres wird aber kaum gelehrt. Man stelle sich mal Schüler vor, die den Lehrer hinterfragen. Bildung wäre der Schlüssel.
      Aber die Art von Bildung will man nicht. Und das spiegelt eben auch die Unterhaltung wieder: Tittytainment.
      Dann noch ein bisschen Brot und Spiele, wie in "Raus aus meinem Haus" und fertig.

      Am Ende hat man einen Haufen Menschen, bei den das Rückenmark vollkommen ausreichen würde.
      :borg:
    • Du meinst wirklich deine jüngere Tochter? :lachau:

      Kinder wachsen in ihre Zeit und die wird medial bestimmt...
      ...letztlich liegt die (Medien)-Macht bei einigen Dutzend Superreicher Menschen.

      Freiheit bleibt theoretisch, wenn man sie nicht nutzt.

      Hmm...
      Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst.
      Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī
    • Zunächst meine Zustimmung zum bisher geschriebenen.

      Was meiner Meinung nach noch dazu kommt: die Menschen sind in ihrem Leben mittlerweile mit einer Komplexität konfrontiert, mit der sie nicht mehr zurecht kommen. Sie dürsten nach einfachen Botschaften, nach simplen Erklärungen. Und genau die werden ihnen von Trump, AfD, Orban und Co. geboten.
      Der Klimawandel beinhaltet so viele Faktoren, dass er nie komplett verstanden werden kann. Also wird geleugnet.
      Mein Kind bekommt nicht den gewünschten Studienplatz, ich weiß nicht warum. Den hat sich sicher ein Ausländer geschnappt.

      Im selben Dunstkreis sehe ich im Übrigen auch z.B. viele der Chemtrail-Gläubigen, Geoengeneering-Prediger, HAARP-Beschwören, Illuminaten- und Reptiloiden-Erkenner. Samt und sonders simple Erklärungsansätze für Auswirkungen in einer immer komplexer werdenden Welt.
      Und nicht umsonst stehen "Gläubige" dieser Sorte oft am rechten Rand des politischen Spektrums und hoffen auf die Widerkehr des 1000jährigen Reichs, deren Vetreter sich damals mit den allseits beliebten Reichsflugscheiben auf die Rückseite des Mondes, wahlweise in die Antarktis oder in das Innere der Hohlerde geflüchtet haben. (So fern die Erde nicht flach ist.)
      Die schwerwiegendste und gefährlichste aller Resistenzbildungen ist immer noch die Faktenresistenz.

      Mia Paulsen, Uni München
    • Ich frage mich vor allem, ob mein Eindruck richtig ist, dass die Menschen immer infantiler, vielleicht sogar immer dümmer werden. Das Internet war am Anfang ein Gigant demokratischer Bildungsmöglichkeit für alle! Nie zuvor war es so einfach, auf so viel Wissen zugreifen zu können Was hat der Mensch daraus gemacht? Eine Verblödungs- und Brutalisierungsindustrie.
    • Pjotr schrieb:

      Ich frage mich vor allem, ob mein Eindruck richtig ist, dass die Menschen immer infantiler, vielleicht sogar immer dümmer werden. Das Internet war am Anfang ein Gigant demokratischer Bildungsmöglichkeit für alle! Nie zuvor war es so einfach, auf so viel Wissen zugreifen zu können Was hat der Mensch daraus gemacht? Eine Verblödungs- und Brutalisierungsindustrie.
      Tatsächlich habe ich auch oft den Eindruck, die Menschheit wird dümmer. Vielleicht werden wir aber auch einfach nur schlauer?!

      Ich frage mich ob das nicht ein stückweit der Zeitgeist ist und/oder "einfache" Menschlichkeit:
      Zeitgeist deswegen, weil die Erwachsenen schon immer auf die Jugend geschimpft haben und da immer schon ein Stück Unverständnis da gewesen ist, ist also zumindest teilweise "normal"
      und Menschlichkeit deswegen, weil sich die meisten Menschen einfach schwer tun mit Veränderungen und ich habe das Gefühl, dass man da, je älter man wird nicht unbedingt toleranter oder flexibler wird, mich selbst eingeschlossen 8)
      Das finde ich eine gute Maßnahme!
      Dann müssen die Kinder selbstständig denken und lernen Quellenverweise vielleicht doch noch kennen.
      Ich seh schon: In 20 Jahren holen wir uns das Fachpersonal aus Frankreich ;)

      Labi schrieb:

      Auswirkungen in einer immer komplexer werdenden Welt.

      Ich glaube, dass Du ein stückweit sicher Recht hast. Woher rührt die Komplexität?! Weil wir eben doch immer mehr wissen, durch Wissenschaft und Forschung.
      Ist weniger zu wissen dann manchmal vielleicht doch vorteilhafter?!

      Ich sehs an den Schulen, an unserer Jüngsten und auch an Kindern von Freunden und Bekannten: Da wird deutlich mehr verlangt als jemals zu meiner Schulzeit, einfach weil es heute mehr Wissen gibt, also müssen die Kinder immer schneller immer mehr lernen, denn die Jahre der Schulzeit sind ja begrenzt.
      Ich sehe da häufig auch eine Überforderung der Kinder. In vielen Familien werden im Grundschulalter schon stundenlang Hausaufgaben gemacht und meistens dann eben halt DOCH mit Mama, weil das Kind allein NOCH länger brauchen würde und in weiterführenden Schulen teilweise eine eigenständige Arbet an hochkomplxen Themen fast nicht allein möglich ist. Gut, wer da Überflieger ist und noch besser, wer kluge und gebildete Eltern hat...
      Kinder können oft kaum noch Kinder sein. Nicht nur deswegen, weil schulisch viel verlangt wird... wundert es da dann wirklich noch, wenn sie zumindest in ihrer Freizeit den leichteren Weg gehen, sei es via Handy oder später auch dann den "simplen" Erklärungen der AFD, den Chemtrailleuten etc.pp. folgen?
      Whoever said Dreams don´t come true
      obviously never had a unicorn.
    • Ich denke nicht, dass der Zeitgeist dafür hergenommen werden kann. Das alles hat ja auch nichts mit Schimpfen auf die Jugend zu tun, ich bin VIEL sauerer auf die 40-, 50-, 60-, 70jährigen. Mit "böse Jugend Meckerei" hat das nichts zu tun.

      Mag sein, dass die Menschen sich mit Veränderungen schwer tun. Aber ihnen wird nichts anderes übrigbleiben. In der Geschichte gar es noch nie eine Phase von Entwicklungen, die man wieder rückgängig gemacht hat oder machen konnte. Wir können nur versuchen, das in gute Bahnen (oder noch pathetischer: in ethische Bahnen) zu lenken oder zu scheitern. Ich ich glaube eher, dass wir scheitern werden.

      Ob Kinder proportional heute wirklich mehr lernen müssen? Auch ich habe in 4 Grundschuljahren vermutlich dreimal so viel lernen müssen, wie meine Eltern mit 8 Volksschuljahren. Das Wissen vergrössert sich, daran wird und kann niemand etwas ändern. Ein bewusstes "Ab jetzt wollen wir wieder weniger wissen" kann es nicht geben und darf es auch nicht geben, denn genau das wollen die sogenannten Mächtigen ja. Wir müssen lernen, klarer mit all dem umzugehen, rationaler, und nicht so sehr aus dem Bauch. Dieses "aus dem Bauch heraus" mag im Privaten gut sein, in der Politik, Entwicklung, etc. ist es eine Katastrophe, man sieht es an Trump. Unsere Reaktionen auf all dies sind immer jämmerlicher, weil wir immer weniger das Hirn einschalten. An der Entwicklung wird man nichts ändern, aber wir dürfen nicht mit den Mitteln von vor 50 Jahren oder mit den Methoden, die in Familien sinnvoll sind, darauf reagieren. Und genau DARIN liegt die Gefahr.
    • Moony schrieb:

      Ist weniger zu wissen dann manchmal vielleicht doch vorteilhafter?!
      Natürlich ist es einfacher eine Jungfrau auf einem Stein ein Messer ins Herz zu stechen....aber hilft halt nix. :D

      Moony schrieb:

      Das finde ich eine gute Maßnahme!
      Dann müssen die Kinder selbstständig denken und lernen Quellenverweise vielleicht doch noch kennen.
      Weil "alte" Leute etwas nicht verstehen, soll es verboten werden. Quellenverweise gibt es auch bei Wikipedia. Und auch Lehrer können lesen. Wenn ein Schüler Quellenverweise aus Wikipedia herauskopiert merkt man das. Allerrdings werden viele NUR Wikipedia als Quelle angeben. Ist halt eine Frage der persönlichen Faulheit.


      Moony schrieb:

      Nicht nur deswegen, weil schulisch viel verlangt wird... wundert es da dann wirklich noch, wenn sie zumindest in ihrer Freizeit den leichteren Weg gehen, sei es via Handy oder später auch dann den "simplen" Erklärungen der AFD, den Chemtrailleuten etc.pp. folgen?
      Das ist ein interessanter Ansatz...hmm. Und klar....die Natur sucht immer einen Ausgleich....warum nicht auch bei der Belastung des Gehirns.


      Pjotr schrieb:

      ich bin VIEL sauerer auf die 40-, 50-, 60-, 70
      Warum, die haben doch nichts getan.
      :borg:
    • Xardas schrieb:

      Ist halt eine Frage der persönlichen Faulheit.
      Die durch Smartphones etc. begünstigt wird.

      Wenn der sinnvolle, schulische Umgang mit Smarthphones gelehrt würde, fände ich das ja sogar eine tolle Sache. So durften wir im Abitur programmierbare Taschenrechner benutzen, wenn wir das Programm während des Abiturs selbst schrieben. Der Speicher musste vorher gelöscht sein, danach durfte man mit dem Ding machen, was wir konnten. Fand ich sinnvoll. Wir haben aber auch vorher gelernt, kleinere Programme selbst zu schreiben. Und nein, Chips, Sticks etc. gab es nicht. Wenn der TR "gelöscht" war, dann WAR er gelöscht.

      Xardas schrieb:

      Warum, die haben doch nichts getan.
      Eben. Das werfe ich ihnen vor.
    • Xardas schrieb:

      Pjotr schrieb:

      Wenn der sinnvolle, schulische Umgang mit Smarthphones gelehrt würde, fände ich das ja sogar eine tolle Sache.
      Aber dann müssten "alte" Menschen ja noch etwas lernen.
      Ich denke schon. Allerdings habe ich das Gefühl, dass alte Menschen, wenn sie sich eines neuen Mediums bedienen, dies auch verstehen wollen und nicht einfach nur "blinde User" sein wollen. Die Kurse in VHS und auch sonstige Bildungseinrichtungen belegen das eindrucksvoll. Einfach nur ein Smartphone "nutzen" will angeblich kaum einer von diesen Kursteilnehmern ("Smartphone für Oldies" oder so), während ich das Gefühl habe, dass das die jüngeren Leute eher weniger interessiert. Aber vielleicht kenne ich nur die falschen Leute.
    • Ich denke, dass es da ein Lücke gibt.
      Eher eine Gruppe, die noch neues Lernen will. Und dann auf der anderen Seite eben...die anderen.

      Allerdings würde ich bei Lehrern behaupten gibt es wenige, die neugierig sind und lernen wollen.
      In meinem Jahrgang waren leider viele die der "ich werde Lehrer, weil ich nicht weiß was ich sonst tun soll" -Fraktion angehören.
      Ich denke, dass es davon zu viele gibt. Diese Leute werden allerdings befördert, da sie die Leute so auch dumm halten. Ein perfektes System.
      :borg:
    • Huhu & guten Abend ! :D
      Da stolpere ich doch glatt über dieses spannende Thema, wo ich doch so selten vorbeikomme.

      Nun, auch jetzt fasse ich mich kurz (wobei ich hierzu natürlich "Romane&Pamphlete" in petto hätte ... 8) ) :

      Vom 90er-Jahre-PC/IT-Nerd habe ich mich auch zum fast schon konservativen Skeptiker entwickelt.
      Ich definiere da so ganz eigen den Begriff "wertkonservativ" in eigener Weise. Denn im Kern bleibe ich "links", womit ich aber in möglicher offener Diskussion mit "meiner Klientel" so manche harsche Auseinandersetzung hätte.... (Lieblingsspruch: "nach links kommt linkisch - oder was ?").

      Es gibt m.M.n. einen gewissen roten Faden, was diese digitale Sucht angeht, der bis ins Mittelalter zurückverfolgt werden kann. Weil es eine bestimmte, psychische Gehirnfunktion ist, die hier aktiv wird. Da komme ich nochmal drauf zurück.

      Zum Thema "links & konservativ": Ich habe gewissermaßen die Hoffnung und den Glauben an so etwas wie "das Volk" aufgegeben. "Das" will wahrlich nur Brot und Spiele - so sieht es ja nun aus. Dabei ist es unerheblich, wer da wie mit welchen Mitteln verführt, demagogisiert und manipuliert hat.
      Denn ist schon zu allen Zeiten geschehen.
      An den Reaktionen und Emotionen (meist aufgepeitschter Art) zerschellen regelmäßig die Apelle an Eigenverantwortung und Vernunft.
      Und wenn etwas aus krassester Not heraus losgetreten wird - nennen wir es "Revolutionen" - ,kann man meist nur Tage und Wochen abwarten, bis "die Sache" zu entgleisen, zu pervertieren und schließlich in eine Farce und das Gegenteil umzuschlagen beginnt.

      Ich träume manchmal davon, noch einmal loszuziehen, weg aus der "Zivilisation", den Rest dieser einst wunderbaren Welt zu genießen, in meinem zweifellos letzten Lebensabschnitt.

      .... (Telefon)
      Magie ist, wenn man trotzdem lebt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von somefish () aus folgendem Grund: RS

    • Sooo... jetzt habe ich glatt das Einkaufen "verpaßt"; die Anführungszeichen deshalb, weil das so nicht ganz stimmt, natürlich, hehe... Ich lebe auf jeden Fall von Luft, manchmal von Liebe und öfter gerne von anspruchsvoller Auseinandersetzung ... was in meinem Leben sehr sehr karg geworden ist und sich meist in Lesen erschöpft.

      Also meine vorläufige Bilanz zum "Zeitgeist" und der Lage des Planeten ist:
      Wir - die Spezies Mensch - hat es offenbar vergeigt. Und zwar systematischerweise seit Hunderten, Tausenden von Jahren. Ich finde das immer so witzig, wenn so akademische Kader und Studenten etc. pp. da Haare spalten, herumintellektualisieren und immer "neue" und neuere Aspekte, Begriffe, Mechanismen entdecken wollen, warum "jetzt" dieses und jenes gaaaanz schlimm und speziell "die Ursache" des Übels x und y sei - so geschehen mal bei einer Veranstaltung in Berlin, der ich mehr zufällig interessiert beiwohnte.
      Das Problem ist nämlich schlicht immer das gleiche, seit Anbeginn der nachweisbaren Kulturzivilisation.
      Die ja bekanntermaßen mit den Mitteln und Kräften "Geld", "Macht", "Patriachat" auf den Weg gebracht wurde, bzw. definitorisch so wahrgenommen wurde. Es spielt keine Rolle, ob aus einer einst primitiven Keule ein hochkomplexes, technisches Waffensystem ach so feinsinnig weiterentwickelt wurde. Oder die natürlich immer filigraner, verschlungener, trickreicher mutierten Finanzsysteme - dienen ja seit Anbeginn den gleichen Zwecken, entfalten rückkopppelnd sehr ähnliche Wirkungen - auf Geist & Seele, salopp gesagt.

      Der Mensch hat als größere Zahl, gar Gesellschaft den Sprung von der rein materiellen Bedürfnisbefriedigung, dem primitiven Ego-Konsumismus zum spirituellen Wesen (noch ?? ) nicht geschafft.
      2000 Jahre Christusmord. Hurra ! Und 2 Weltkriege haben wir hinbekommen - trotz allem "Humanismus" und ähnlichem Schleierwerk .... leider: Schleierwerk. Denn es wird nicht im Ansatz ernstgenommen, was da gerne sonntagspredigtartig formuliert wird.

      Ich frage mich in tieferem Grübeln, warum das alles so ist, warum uns das goldene Kalb immer noch so viel mehr bedeutet, als echte Nächstenliebe !? Warum die Welt an Daddelkästen diverser Bauart hängt (ich auch, sic), der modernsten Variante von Kopf-in-den-Sand-stecken, warum wir nicht in der Lage sind, unsere Ökosphäre zu bewahren, ja: Unseren Lebenssinn endlich zu finden - und damit inneren Reichtum, Harmonie, das Gefühl dankbarer, schlichter "Sattheit am Sein" - so selbstverständlich, wie es ein Grashalm wohl seit Äonen locker hinbekommt.

      Ich glaube nicht an den Teufel - also was macht "Gott" ? Was hat "es" vor ? Und was sollen, müssen wir erkennen und dann tun ?
      Ist es Teil des Plans, hier erstmal .... unterzugehen ?
      Sollen die Harald Leschs, die Hagen Rethers, die Volker Pispers, die Rüdiger Nehbergs, Richard David Prechts und Konsorten einzig einsame Mahner und Rufer in der Wüste bleiben ?

      Ich möchte herausfinden, was die Sufis dazu meinen....

      und das soll für heute reichen ...gute Nacht euch !
      Magie ist, wenn man trotzdem lebt.
    • somefish schrieb:

      Ich träume manchmal davon, noch einmal loszuziehen, weg aus der "Zivilisation", den Rest dieser einst wunderbaren Welt zu genießen, in meinem zweifellos letzten Lebensabschnitt.
      Das war der Grund, weswegen wir 2005 den Entschluss fassten, nach der Berentung meiner Frau aus dem Grossraum Düsseldorf-Köln in ein Dorf weit im Südosten der Republik, das nur 900 Einwohner hat, zu emigrieren. 2011 haben wir das dann auch tatsächlich getan und es keine Sekunde lang bereut.


      somefish schrieb:

      Wir - die Spezies Mensch - hat es offenbar vergeigt.

      Ja. Man muss den Menschen wohl als Irrläufer der Evolution betrachten.

      Gruss!