Klimaschutz

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ach so. Dann wundert es ich umso mehr, dass sich Wissenschaftler so weit aus dem Fenster lehnen... Aber wie dem auch sei: Die Aussage, er habe in seiner Praxis noch keinen Toten gehabt, der an Feinstaub erkrankt war, ist einfach nur unseriös: Wie will er das so genau wissen? Feinstaubbelastung kann ja nicht nur der Lunge schaden, auch andere Organe können wohl in Mitleidenschaft genommen werden. Das ist genauso wie in den 70er und 80er Jahren mit dem Rauchen. Das wurde geleugnet bis zum Erbrechen, heute ist es FAKT, dass Rauchen schädlich ist.

      Ich finde das Ganze genauso unseriös wie die Aussagen der Gegenseite, Feinstaub verursache über 80000 Tote im Jahr. Ich finde, so etwas muss unter Nennung der Methoden mit Zahlen belegt werden.

      P.
    • Also 100 Lungenärzte wollen ihre teuren Autos auf Autobahnen weiterhin mit über 130 fahren.
      So kann man die Diskussion zusammenfassen. :D

      130 als Höchstgeschwindigkeit....why not.
      Die letzte Reise in den Norden war eh so, dass da Baustellen waren (60 oder 80), Flugzeuge (100), Straßenschäden (80 bis 120).
      Und dann war ich auch schon in Bremerhaven....auf den letzten 35km wollte ich dann aber auch nicht mehr.

      Der Nutzen für die Umwelt ist vielleicht klein, aber er ist da.
      :borg:
    • Geschmäckle... :D

      Dem Irrsinn auf den Autobahnen begegnet man am besten mit einem generellen Limit-
      ja...klar...anders geht es m.E. nicht...nicht hier und wo gibt es denn noch
      Strassen ohne Limit (ich meine Global betrachtet)

      120 oder 130 sind m.E. über (bzw unter)-trieben.
      155 oder 160 sollten langen.
      Bin dafür.
      Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst.
      Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī
    • Oder ein Tempolimit gekoppelt an CO2-Außstoß?

      Keine Ahnung. An jedem Auto gibt es eine Vorrichtung, die die Abgase misst. Das wird ausgewertet und der Fahrer darf dann so schnell auf der Autobahn fahren wie er will.
      Aber eben nur im Rahmen des Grenzwertes. Damit darf auch der Porschefahrer dann noch 300 fahren, sofern sein Motor dass denn leisten kann.
      Bei Mapipulationen muss man 4 Wochen bei VW in die GasVersuchskammer für Abgase.

      Da kann man dann genau unterscuhe bei welchen Grenzwerten eine Lunge schaden nimmt.
      :borg:
    • ... eigenartig, dass derartig "scharfe" Grenzwerte ihre Gültigkeit insbesondere für die "kleinen" und einfachen Normalverdiener gelten, während für Unternehmen deutlich großzügigere Grenzwerte mit erheblichen Übergangsfristen und großzügigen Entschädigungsansprüchen Gültigkeit haben.
      Eigentlich wie immer: für die Verfehlungen der "Großen" werden" die "Kleinen" zu Kasse gebeten.
    • Jetzt auch noch Text dazu.

      Ich fand es interessant zu lesen.
      Wenn ich Zeit habe und Lust sollte ich mir den Aufruf mal durchlesen.

      Meine Aussage, dass da Lungenärzte Angst haben sie können ihre Luxuskarre nicht mehr voll ausfahren trifft vielleicht doch zu. :D

      Dazu vielleicht auch mal seriöse Nachrichten:
      Der Postillon: "Diese Amis werden es nie lernen": Deutscher lacht bei 250 km/h auf Autobahn über Waffengesetze in den USA
      Der Postillon: 107 Doktorfische legen Gutachten vor: Mikroplastik im Meer doch nicht so schädlich


      Der erste Artikel ist trifft meines Erachtens genau ins Schwarze.

      Der Zweite...hmm...naja...heißen halt Doktorfische, sind aber keine Doktoren.

      Und Lungenärzte sind keine Wissenschaftler...und so richtige Doktoren wahrscheinlich auch nicht. ;)
      :borg:
    • snork schrieb:

      ... eigenartig, dass derartig "scharfe" Grenzwerte ihre Gültigkeit insbesondere für die "kleinen" und einfachen Normalverdiener gelten, während für Unternehmen deutlich großzügigere Grenzwerte mit erheblichen Übergangsfristen und großzügigen Entschädigungsansprüchen Gültigkeit haben.
      Eigentlich wie immer: für die Verfehlungen der "Großen" werden" die "Kleinen" zu Kasse gebeten.
      Tut mir leid, aber das ist populistischer Blödsinn. Du wirst zwei Dinge in einen Pott, die nichts miteinander zu tun haben, und versuchst daraus etwas abzuleiten, was noch dazu unzutreffend ist. Wenn treffen die Luftgrenzwerte nämlich auch die ehrenwerten SUV-Fans, die bekanntlich ja eher teuer sind. Und von "scharf" kann man bei diesen Grenzwerten wirklich nicht sprechen. Aktuell wohne ich recht dicht an einer Straße, die die Grenzwerte gerade noch einhält, an einem früheren Wohnort war es anders. Was soll ich sagen...der Dreck, den wir an unseren Fenstern oder auf dem Balkon ansammeln ist abartig. Unsere Fenster sehen hier nach drei Wochen so aus wie in der alten Wohnung nach anderthalb Jahren.



      Ansonsten bringt es Xardas ganz gut auf den Punkt. Und wissenschaftlich gibt es eigentlich keine Unklarheiten. Es gibt eine ganze Menge an Studien, die Einflüsse von Feinstaub und Co. auf den menschlichen Körper zeigen. Zusätzlich kann man mit Wohnorten und Gesundheitsdaten noch ziemlich gute Korrelationen zeigen. Korrelationen sind zwar keine Kausalitäten, aber es lässt sich eigentlich so zusammenfassen, dass es ein Vielzahl an Indizien für die These "Feinstaub ist schädlich" gibt, wohingegen es keine für die Antithese gibt.
    • Moin Ihrs...

      Ich finde ein Tempolimit gar nicht mal so schlecht.
      Ob es der Umwelt etwas bringt, ist fraglich.
      Mir persönlich wäre in dem Fall entspannteres fahren einfach wichtiger, was bei 120 kmh durchaus eher hinzukriegen ist, als
      bei einem Bleifuß, auch wenn ich selber ganz gerne mal "ausfahre"... nachts oder wenn es leer ist und ich zufällig unterwegs bin.
      Aber ich könnte darauf verzichten.

      Mir fällt halt immer mehr auf, wie sehr die Städte stinken.
      Hamburg, Essen, Prag... die letzten Beispiele bei denen es mir besonders aufgefallen ist.
      Autokolonnen die sich zu Stoßzeiten durch die Straßen schieben, meist nur eine Person drin und im Schritttempo ihre Auspuffabgase ausblasend, oder auch der Parkplatzmangel, weil der Trend zum 2t und 3t Fahrzeug für Frau und Kind geht.
      Jeder braucht ja ein Fahrzeug.
      Nuja... aber in der Stadt, als Fußgänger oder Radfahrer und Ex Raucher, der aus gutem Grund aufgehört hat, da frage ich mich echt, ob das schon alleine wg dem Gestank so gesund ist, was man sich da durch die Lunge pfeift.
      Der Geruch ist doch schon Indiz genug um zu sagen, das dies nicht gesund sein kann, Grenzwerte hin oder her.
      Finde ich mal so... :)





      Wenn Dir das Leben mal wieder einen Tritt in den Hintern gibt,
      dann nutze den Schwung um weiterzukommen.
    • Zum Tempolimit: Japp, gerne. Ich bin ja eh nicht so der Raser und ich hasse es, wenn ich LKW Kolonnen überhole und hinter mir drängeln sie mit Lichthupe und Blinker links.... Ich trau mich kaum LKW zu überholen, wenn die Autobahn voll ist. Da würde ein Tempolimit deutlich helfen. Ob's der Umwelt was nutzt... glaub ich eher nicht, aber ich bin kein Spezialist.

      Ebenso Feinstaub: Ich hab mich wenig befasst mit dem Thema, kann das mit den Fenstern aber sehr bestätigen und tatsächlich ist das wohl ein Indiz dafür, dass nicht sooo gesund ist, was da so in der Luft liegt, ob das jetzt alles vom Diesel kommt weiß ich nicht...
      Städte stinken. Japp. Ich treibe mich wenig in wirklich großen Städten herum und in Kleineren auch eher selten, aber selbst da fällt mir das auf.

      Soweit meine unqualifizierte Meinung, ich verfolge die Diskussionen hier mit Interesse, wollt ich nur mal so sagen :)
      Whoever said Dreams don´t come true
      obviously never had a unicorn.
    • Ich lebe hier auf dem Land, mit relativ guter Luft (sieht man vom Heizen mit Holz ab). Als wir vor 5 Jahren zur Beerdigung meiner Schwiegermutter ins Rheinland fuhren (nahe Köln und dem Braunkohlegebiet), dachte ich, ich müsse sterben. Ich dachte wirklich, jetzt ist meine Zeit zu Ende. Ein Asthmaanfall nach dem anderen, eine Angina Pectoris-Beschwerde nach der anderen. Da ich lungen- und herzkrank bin, haben wir den Aufenthalt auf 3 Tage gekürzt (wir wollten eine Woche bleiben), weil ich diese Stadtluft einfach nicht ausgehalten habe. Meine Frau fand das nicht mehr verantwortbar, ich hätte mich durchgequält. Aber es war gut, dass sie da die Initiative ergriff und wir abreisten.

      Und so geht es mir zunehmend auch in kleineren, aber verkehrsintensiven Städtchen. Für Lungen- und Herzkranke ist diese Diskussion einfach nur absurd. Sie erleben die Folgen dieses Schadstoffausstosses in bestimmten Gegenden täglich.
    • Moony schrieb:

      b das jetzt alles vom Diesel kommt weiß ich nicht...
      Nein....hier werden verschiedene Dinge miteinander verknüpft.

      Die schlechte Luft in Städten entsteht durch Abgase. NOX-Werte sind eher als Indikator zu verstehen.
      Hat man hohe NOx-Werte, dann sind auch andere Schadstoffe in der Luft mit ebenfalls hohen Werten. Man spart sich ein wenig das genaue Messen, der anderen Werte. Ja das ist ungenau, aber ich vermute, dass da Wissenschaftler vorher schonmal das untersucht haben.

      Und weil NOX anscheinend ein aussagekräftiger Wert war, hat man den genommen. Man kann so mehr Messtationen bauen, da diese eben auch billiger sind, als Messstationen, die NOX,Co2, Feinstaub, CO, SOx usw. einzeln untersuchen. Wenn die Politik also hier genauere Ergebnis verlangt und die Messtationen diskreditiert, dann soll sie eben teurere und genauere Stationen bauen lassen. Punkt.

      Die Abgase entstehen von allen Fahrzeugen. Die einen produzieren eben mehr, die anderen weniger. Vor Jahren gab es eine Abwrackprämie für Benziner, weil der CO2 Austoß zu hoch war. Dafür mussten zwar auch neue Autos produziert werden.....aber das hatte man in der Statistik eben nicht berücksichtigt. Ein Schelm wer böses denkt.

      Wir reden hier über Umweltschutzmaßnahmen. Luftreinheit. Das sind Gesetze. Diese Gesetze haben die Volksvertreter beschlossen. Was die Deutsche Umwelthilfe macht ist, Kommunen darauf hinzuweisen, dass sie Gesetze nicht einhält und deshalb etwas tun muss. Da aber Politiker der Meinung sind über den Gesetzen zu stehen, gibt es klagen.


      Auf der anderen Seite gibt es das Thema mit den Dieselfahrzeugen, deren angegebenen Werte für den Schadstoffausstoß manipuliert sind. Diese Testverfahren sind hirnrissig. Diese Tests sind aber durch Behörden und Gesetzgeber legitimiert. Auch hier hat die DUH unter Relabedingungen getestet und darauf hingewiesen, dass die Werte der Hersteller im Straßenverkehr nie erreicht werden können, was eben eine Täuschung darstellt.
      Das dann noch Absprachen bei der AdBlue-Tankgröße etc. ans Licht kamen macht die Sache nicht besser.

      Und jetzt bin ich endlich an der Stelle wo die zwei Themen vermischt werden.
      Ich denke man schießt sich auf Diesel ein, weil es eben einfach ist. Es müssen schnelle und glaubhafte Lösungen her.
      schnell wäre es zwar die Messstationen in Stadtparks zu stellen, aber das Massenhaft zu machen, würden sogar Bild-Leser durchschauen (Ich bin da mal Optimist) Da also das Messtationen verschieben irgendwie blöd aussieht, nimmt man eben den Straßenverkehr und leitet den um.
      Entweder wie in Hamburg über große Umwege oder noch besser wie in Kiel man sperrt die Spur an der Messstation für Dieselfahrzeuge.

      Wie auch immer: Es geht darum etwas zu tun, um Messwerte einzuhalten.
      Es geht in keiner Weise darum, die Luft zu verbessern.
      Es ist Blendwerk.

      Und da Diesel mehr NOx austoßen als Benziner müssen die Dieselfahrer nun leiden.
      Würde man Co2 als Richtwert nehmen, würden die Benziner jetzt leiden.
      Und da wäre eher das dritte Klima-Thema: Die Produktion von heißer Luft in der Politik.
      :borg: