Klimaschutz

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    • Holzöfen sind zwar quasi klimaneutral - aber sie sorgen für Feinstaub - Spektrum der Wissenschaft


      Auch ein interessantes Thema. Es gibt Für und Wider.
      Wenn ich aber das Haus in Stuttgart habe...in welcher Grünanlage soll ich das Holz für den Winter schlagen, wenn es denn regional sein soll.
      Oder man macht es wie bei einer Schule, die regionales Essen anbietet: Das Essen wir 200 km weiter weg hergestellt, aber regional....es wird dann eben nur überregional tranportiert. ....äh...ja.

      Das Thema weiter sich auf alles aus.

      Nahrungsmittel....regional, bio und was weiß ich noch alles.
      Dann die Leute, die sich täglich das roher Fleisch reinziehen, weil es ja den Steinzeitmenschen so ähnlich ist....
      Naja....stimmt....fast... damit von den 30 Leuten eine Zeit lang alle jeden Tag Fleisch hatten, sind auch einige bei der mammutjagd gestorben....Von diesen Steinzeitfleischessern, hat sich noch keiner umgebracht bei Gang zur Tiefkühltruhe. :gruebel:

      Was haben wir noch....Energiewende...ja...Stuttgart...ich bin ja immernoch der Meinung, man kann rund um den Kesserl große Windanlagen aufstellen. Stromproduktion geht damit nciht, aber eben Wind.
      Strom in Wind umwandeln, damit hier jeder Weiterfahren kann. Das sicher Arbeitsplätze. Und die sind wichtiger als die Natur. Die Natur tut nichts fürs Wachstum.

      Öfen, Autos,Nahrung, Stromerzeugung....war sonst noch was?
      Plastik....auch ein Thema....man liebt es oder man hasst es. Die Grautöne?
      Es ist nicht einfach Plastik sinnvoll einzusetzen. In Brüsten und Lippen...eher nicht.
      Lebensmittel. Diese tollen Tüten beim Einkaufen, in den man Gemüse und Obst reintut. Wenn man die beim Einkauf nicht verknotet, kann man die wiederverwenden. Verrückt. Man muss sie halt aufbewahren und dann - das schwierigste - dran denkne, sie mitzunehmen.

      Ich habe im von Edeka so einen Paket mit Netzen. die bestehen auch aus Kunststoff, sind aber stabiler. Und ja...ich denke dran sie mitzunehmen. Ein Teil lieg im Auto ein anderer in meiner Schale mit den Schlüsseln. Ich habe für mich keine Ausrede.
      Auch von Edeka: Eine Eierbox. 8 eier passen rein. Leider ist mir das da schon häufiger passiert, dass ich sie vergessen habe. Oder ichhabe sie mitgenommen und es gab keine losen Eier mehr. Das ist ärgerlich.

      Und dann ganz verrückt. Einkaufen mit Rucksack und zu Fuß oder mitm Rad. (Außer bei Getränkekisten)

      Umweltschutz ...ganz konsequent bin ich nicht. Mein Rechner läuft zum Beispiel auch länger. Meine Ausrede: Der Sucht nach außerirdischen Signalen, versucht Proteine zu falten, sucht nach Supermassiven Sternen und nach neuen Teilchen im LHC.
      Benutze ich den Rechner nicht arbeitet es für die Wissenschaft. Ich habe immerhin eine Ausrede. ;)
      :borg:
    • Ich mags ehrlich gesagt nicht mehr hören... und mir tut die nächste Generation leid.
      Kinder sollten in dieser Welt nicht groß werden müssen.
      Früher war alles besser?
      Nicht wirklich... Einfacher vllt. Man hat sich wenig(er) Gedanken um schützenswertes gemacht.
      Waldsterben in den 80ern... und was ist heute?
      Der Wald lebt immer noch, die Weltbevölkerung hat sich seitdem fast verdoppelt und nun stirbt er für den Status.
      Wir sorgen schon dafür, dass es abwärts geht.
      Kontinuierlich und wenn schon, dann mit Stil und einem Schickimickiluftverpester der nur den Sinn von Gemütlichkeit haben soll, der nicht satt macht und nicht wärmt.
      Umweltschutz... wo soll man da anfangen.
      Im kleinen, natürlich.
      Immerhin rauche ich nicht mehr und trage so auch nicht zu noch mehr Feinstaub bei. ;-)
      Konsequent bin ich auch nicht, ich finde, es ist eh zu spät.

      Geld regiert die Welt.

      Meine Gedanken dazu.





      Wenn Dir das Leben mal wieder einen Tritt in den Hintern gibt,
      dann nutze den Schwung um weiterzukommen.
    • Troll schrieb:

      Immerhin rauche ich nicht mehr und trage so auch nicht zu noch mehr Feinstaub bei. ;)
      Sehr gut.

      Troll schrieb:

      Konsequent bin ich auch nicht, ich finde, es ist eh zu spät.
      Zu spät vielleicht nicht...Aber Kleinigkeiten reichen bei dem Einzelnen eben nichtt...und noch lägner warten würde kompletten Verzicht bedeuten.

      Troll schrieb:

      Geld regiert die Welt.
      Und wer viel hat, darf weitermachen wie bisher.
      :borg:
    • Troll schrieb:


      Umweltschutz... wo soll man da anfangen.
      Im kleinen, natürlich.
      natürlich … „im kleinen“. wo auch sonst? hmpft!

      das problem liegt nicht „im kleinen“, sondern in einem wirtschaftssystem, welches aufausbeutung beruht: ausbeutung von menschen, ausbeutung der natur und immer mit dem ziel: noch mehr gewinn, noch mehr rendite, noch höhere börsenkurse.
      und da will keiner ’ran. weil „freiheit, freiheit, freiheit!“ gemeint ist damit zwar immer vor allem die freiheit der besitzenden und reichen und allenfalls noch die freiheit eines herrn lindner, sich nicht rasieren zu müssen und auf die oberbekleidung zu verzichten.

      tatsache ist, daß diese art der „freiheit“ schon längst am ende angekommen ist. es will nur niemand wahrhaben.
    • Natürlich beginnt Klimaschutz im Kleinen...bei ‚den Kleinen‘...
      Ja...‘die Großen‘ läßt man laufen und machen...wie sie wollen.

      Ja...die Macht des Volkes ist gegeben, aber das beschäftigt sich mit Klimaschutz (nicht alle...)
      und darf alle Vier Jahre wählen... ein bisschen...

      Im HH Hafen liegen die Kreuzfahrer und werden von Kreuzfahrern bestiegen;
      Kloeine Leute ganz Groß... :/
      Allein diese bunten Dreckschleudern, die stur den Landstrom nicht nutzen wollen,
      weil so der Profit ein wenig reduziert werden würde-
      allein diese Dreckschleudern, die zur Strom- und Wärmeerzeugung die Maschinen
      durchlaufen lassen, produzieren mehr Klimaschädigendes Abgas,
      als alle Diesel- und sonstige PKW‘s im Stadtgebiet.

      Aber Fahrverbotee schützen die Umwelt...
      Schützen sie mitnichten, aber das Dreckschwei ist eben der kleine dumme Michel;
      Der kann sich auch keine Kreuzfahrt leisten,
      trennt aber den Müll, kauft mit Jutebeuteln ein und geht alle Vier Jahre zur Wahl.
      Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst.
      Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī
    • Herzi schrieb:

      Aber Fahrverbotee schützen die Umwelt...
      Herz, das Fahrvebot für Diesel auf den zwei Straßen in Hamburg dient nicht dem Umweltschutz, sondern dazu, die Belastung der Messtation zu reduzieren, damit diese nicht zu viel Messen muss und irgendwann ein Burnout bekommtn.

      Hinzu kommt: Auch Kreuzfahrtschiffe drüfen auf den diesen Straße nicht fahren. Und die halten sich sogar dran. Oder hast du schon ein Kreuzfahrtschiff auf diesen Straßen gesehen? :D
      :borg:
    • Herzi schrieb:

      Natürlich beginnt Klimaschutz im Kleinen...bei ‚den Kleinen‘...
      Ja...‘die Großen‘ läßt man laufen und machen...wie sie wollen.

      ja - und wie du selbst am beispiel der kreuzfahrer im hamburger hafen ausführst: bei ‚den kleinen‘ endet er auch. es wäre ein leichtes, die nutzung von landstrom verpflichtend mit der nutzung der liegeplätze zu verbinden. es wäre ein leichtes, kerosin für flugzeuge zu besteuern. es wäre ein leichtes, die aluminium-hersteller (wie alle anderen endverbraucher auch) zur zahlung der öko-abgaben zu verpflichten. es wäre ein leichtes, die rwe ‚nachdrücklich‘ zu motivieren, mit der verstromung von braunkohle aufzuhören.

      die liste der beipiele liesse sich fast endlos fortführen - diesen beispielen gemein ist die tatsache, daß damit die allemal schon überbordenden gewinne der unternehmen um einen winzigen teil verringert würden.

      stattdessen: mineralölsteuer und öko-abgaben auf benzin und diesel (für speditionen steuerlich absetzbar, für privatpersonen nicht). stattdessen: ein energieumlagengesetz, mit welchem die verbraucher den ausbau der infrastruktur der energie-erzeuger bezahlen müssen. stattdessen: nationale und eu-förderung der konventionellen landwirtschaft (damit glyphosat für die bauern bezahlbar bleibt und der mord-konzern bayer-monsanto weiterhin gewinn erwirtschaften kann). stattdessen: freihandelsabkommen mit ländern, die den regenwald abholzen, um soja und palmöl produzieren zu könnnen.

      diese liste liesse sich ebenfalls fast endlos fortführen - die gemeinsamkeit in diesem fall: es sind ‚die kleinen‘ endverbraucher, die hier zur gewinnmaximierung der unternehmen herangezogen werden. und dies mit den absonderlichsten argumenten: mal ist es die ‚freiheit‘, mal ist es die ‚konkurrenzfähigkeit auf internationalen märkten‘ oder irgendwelche gesetze, die derartiges vorschreiben. als ob man diese gesetze nich ändern könnte. wenn ‚man‘ dies eben wollte. und genau das wollen cducsuspdgrünefdpafd’ nicht …
    • Ich glaube nicht, dass wir noch wirklich etwas tun können, ausser zu unserer eigenen Beruhigung. Letztens sagte ein Klimaschützer im TV, selbst wenn alle Länder sofort alle optimalen Veränderungen durchführen und alle Forderungen von Umwelt- und Klimaschützzern durchsetzen würden (was NIEMALS der Fall sein wird...), sei es zu spät. Vielleicht könne man auf diese Weise noch verhindern oder verzögern, dass die Menschheit noch zu Zeiten unserer Kinder den Bach runterginge. Aber dass die Zivilisation, so wie sie dank Technik und Technologie, Kapitalismus und Kommunismus und ihrer wirtschaftlichen Interessen heute ist, Bestand haben könnte, halte er für unmöglich. Das war kein Verschwörungstheoretiker, sondern ein Forscher aus Norddeutschland, ich habe leider den Namen vergessen.

      Was tun wir, meine Frau und ich?

      Nun, wir heizen überwiegend mit Holz, das definitiv hier aus der Umgebung stammt. Und unser Kaminofen entspricht den neuesten Vorgaben, er ist erst 6 Jahre alt, da galten bereits die strengeren Richtlinien. Unser Kaminkehrer überprüft alle zwei Jahre die Feinstaubwerte in und um unser Haus; das machen wir übrigens freiwillig und auf eigene Kosten. Da könnte es z.B. eine Pflicht geben, wenn die Politik sich da durchringen könnte... Wir leben seit 37 Jahren vegetarisch, seit einigen Jahren lebe ich fast vegan. Unsere Lebensmittel beziehen wir überwiegend aus dem Biohandel (wir haben einen sehr guten Bioladen im Nachbordorf; wirklich toll und bezahlbar), die wenigen Eier kaufen wir auf einem Biohof hier in der Nähe. Plastiktüten nehmen wir nie, wir haben immer Stofftaschen oder Gemüsenetze dabei. Und wir versuchen, nichts einzukaufen, dass vom Handel aus bereits verpackt ist. Kleidung kaufen wir (sofern nachvollziehbar) nicht aus der Produktion in Asien oder Afrika, und auch nicht bei KiK, C&A und Co. Wir tragen unsere Sachen so lange, bis sie kaputt und nicht mehr flickbar sind. Die letzte Hose habe ich mir vor ca.10 Jahren gekauft, die letzten Hemden irgendwann vor 2010. Technische Geräte nutzen wir, bis sie defekt sind und niemand sie mehr reparieren kann. Und wir bemühen uns, so wenig wie möglich autozufahren (ganz verzichten geht hier auf dem Dorf nicht).

      Aber wir sind uns absolut bewusst, dass das Peanuts sind angesichts der Weltlage in Sachen Klima/Umwelt, und wir wissen auch, dass wir damit eher unser schlechtes Gewissen beruhigen.

      P.
    • Ach ja... ich bin natürlich auch etwas "im Altern versunken", was meine eigene Aktivität + Konsequenz angeht.
      In jungen Jahren war ich beim aktiven, Gewalt nie ausschließendem Sturmlauf gegen die Zäune (der AKWs...), die Polizeiketten, "die da oben", das System, die Nato, das Militär ...usw. usw ...
      Es blieb nicht aus, daß Erschöpfung und Verbitterung Einzug hielten; man hatte sich abgenagt an den scheinbar unverwundbaren Knochen des Apparats. Und dann die "eigenen Leute": In der Rückschau sind mindestens 30% der damals ach so aktiven aufrechten Kämpfer sehr sehr schnell umgekippt, zurück in die Matrix geswutscht, war ja denn doch so verlockend, das Zuckerbrot der Peitschenknechte...
      Kein Wunder, daß meinereiner im wesentlichen gaaaanz hinten (=unten) geblieben ist, trotzig-verträumt, unwillig, aber auch unfähig, einer kapitalistischen Karriere nachzujagen.
      Aber auch die eigene Psyche ....
      Ich habe immer befunden: Die Haltung zählt. Ein objektiver Sieg in irgendeiner fundamentalen Frage schien nie ernsthaft in Sicht zu sein.
      Nachdem ich mich nun auch jahrelang "verlaufen" habe, biografisch, als Industrieknecht mächtig Federn gelassen habe, mental & gesundheitlich (mit 80%er Wahrscheinlichkeit habe ich inzwischen Diabetes Typ2), meine Zähne sind ruiniert, auch weil die Krankenkassen immer mehr Kleingedrucktes erfunden haben, um hier und dort nichts mehr leisten zu müssen... jaaaa, nach alldem ... will ich nun wieder ein wenig mehr machen, aktiv werden, was eben so geht....

      Ich züchte gerade, so aus Langeweile in meiner lokalen Einsamkeit, diverse kleine Pflänzchen auf der Fensterbank. Mit Avocadokernen angefangen, bin ich zu "Zufallssaaten", Kartoffel, und selbst einer Knoblauchzehe übergegangen. Das kleine Grün, immerfort und immerwährend wachsend ... und es ist auch ein Apfelbäumchen dabei ..... ;)
      Magie ist, wenn man trotzdem lebt.
    • Xardas schrieb:

      Wenn Bahntickets mehr Kosten als die private Fahrt mit dem PKW....

      Richtig...Angebot und nachfrage...jeder 5. ICE ist funktionsfähig.
      Daher wohl die Preise....
      Hm... Flixtrain ist unschlagbar günstig, leider nicht überall verfügbar.
      Ich fahre jetzt Mitte Dezember mit oben genannter Gesellschaft, 2 Personen hin und zurück (HH- Essen) inkl Sitzplatzreservierung für unter 70 Euronen.
      Das schaffe ich mit dem Auto nicht und ich bin dabei wesentlich entspannter.
      Wie schaffen die das? Und die DB nicht? Selbst mit Supersparpreis werde ich mehr los.
      Gut... die Waggons sind wohl ausrangiert, alle etwas älter und unmodern, aber hey.... ich will nur von A nach B und wenn ich nicht stehen muss ist das super.
      Nur im Pott selber... will man dort von A nach B, zB Essen- Gelsenkirchen, dann zahle ich dort 20 Euro hin und zurück für zwei.
      Da bin ich mit dem Auto inkl Parkhaus tatsächlich wesentlich billiger dran.
      In HH zahle ich für die gleiche Entfernung wesentlich weniger.

      somefish schrieb:

      Ich züchte gerade, so aus Langeweile in meiner lokalen Einsamkeit, diverse kleine Pflänzchen auf der Fensterbank. Mit Avocadokernen angefangen, bin ich zu "Zufallssaaten", Kartoffel, und selbst einer Knoblauchzehe übergegangen. Das kleine Grün, immerfort und immerwährend wachsend ... und es ist auch ein Apfelbäumchen dabei .....
      Schön... von einer Avovado wirst Du leider nichts haben, außer vllt eine geringe Luftverbesserung. :rolleyes:
      Ich habe einen kompletten Garten abzugeben, falls Du Dich austoben willst.
      Da steht ein wenig mehr angepflanztes rum. :D


      Mir steht zZ das Bedürfnis nach Einsamkeit, weg von allem und genug Geld um mir dieses leisten zu können.
      Ich mag auch keine Nachrichten mehr schauen...
      Positive wären mal toll , aber sowas gibt es ja leider nicht.





      Wenn Dir das Leben mal wieder einen Tritt in den Hintern gibt,
      dann nutze den Schwung um weiterzukommen.
    • @somefish

      somefish schrieb:

      (mit 80%er Wahrscheinlichkeit habe ich inzwischen Diabetes Typ2)
      Das kann man aber ganz schnell mit 100% Sicherheit feststellen, somefish, und das würde ich schnellstens tun. Je früher eine Diabetes behandelt wird, umso besser sind die Prognosen. Ich weiss, wovon ich spreche, ich habe seit Anfang der 90er Jahre Diabetes II und bin gut 10 Jahre mit einem unbehandelten Diabetes herumgelaufen, was mir eine schwere Polyneuropathie in Füssen und Händen, sowie zwei Herzinfarkte beschert hat. Geh zum Arzt, er soll einen HbA1c-Test machen (der normale Blutzuckertest in der Apotheke reicht zur Diagnose NICHT aus)....

      Gruss

      P.
    • Neu

      Eines der ganz großen Probleme ist meines Erachtens, dass Klimaschutz und Umweltschutz/Artenschutz ganz häufig nicht Hand in Hand gehen, oder sich sogar widersprechen.

      Strom aus Windrädern oder "Landschaft"?
      Klimafreundlicher aber umweltbelastende Atomstrom?
      Elektromobilität mit sozial und aus Umweltaspekten bedenklichen Rohstoffen für die Akkus?

      Es gibt sicher noch mehr Beispiele.

      Kein Argument kann es sein, Kosten gegeneinander aufzurechnen (Bahn vs. PKW). Logischerweise ist ein "Weiter so" auf kurze Frist die unschlagbar günstigste Version. Jeder, der in klimaschonendere Techniken investiert, der bezahlt. Klar. Das gilt für den Bahnfahrer wie für jedes vorstellbare Unternehmen. Denn wenn es die günstigere Variante wäre, dann würde es ja jeder schon aus wirtschaftlichen Erwägungen tun.
      Die schwerwiegendste und gefährlichste aller Resistenzbildungen ist immer noch die Faktenresistenz.

      Mia Paulsen, Uni München
    • Neu

      Labi schrieb:

      Eines der ganz großen Probleme ist meines Erachtens, dass Klimaschutz und Umweltschutz/Artenschutz ganz häufig nicht Hand in Hand gehen, oder sich sogar widersprechen.

      [...]


      Denn wenn es die günstigere Variante wäre, dann würde es ja jeder schon aus wirtschaftlichen Erwägungen tun.
      Klimaschutz, Umweltschutz und Artenschutz gehen in diesem Land hervorragend „Hand in Hand“ - allerdings nur solange, wie dies zu Lasten der „kleinen Leute“ geht. Es findet sich immer irgendeine Krähenschutzverordnung, wenn’s darum geht, ein Gartenhäuschen zu bauen während die RWE problemlos die Genehmigung zum Abholzen von Wäldern voller artgeschützter Tierarten erhält. Oder die Verpflichtung zur Wärmedämmung von Wohnungen, die dann in Form erhöhter Miete von den Mietern zu bezahlen ist während die damit verbundene Wertsteigerung beim Vermieter verbleibt. Oder Stromumlagen, mit denen der Endverbraucher gezwungen wird, den Ausbau des Stromnetzes zu finanzieren. Es versteht sich von selbst, daß die Industrie (hier vor allem: Zement- und Aluminiumhersteller) von diesen Umlagen ausgenommen werden. Und ganz selbstverständlich werden Berufspendlern irrsinnige Ökosteuer-Beträge an der Tankstelle abgeknöpft während Transportunternehmen diese dann „steuerlich wirksam“ werden lassen können. Genau wie die höheren Tarife der Bahn, deren Infrastruktur von den Steuerzahlern bezahlt wird und auf der anderen Seite die Frachtraten für Unternehmen (die über eine kreative Steuergestaltung so schon viel zu wenig Steuern zahlen müssen) unangetastet bleiben … wegen der „Konkurrenzfähigkeit“.

      Und tatsächlich wären klima- und umweltschonende Techniken durchaus die „günstigere Variante“. Aber sie wären eben keine Variante, bei welcher die Unternehmensgewinne unangetastet blieben - denn die Kosten umweltschädlicher sollen und werden von „der Allgemeinheit“ getragen während die Gewinne bei den Unternehmen verbleiben ohne nennenswert besteuert zu werden.

      Umwelt- und Klimaschutz gehen hervorragend „Hand in Hand“. Was allerdings nicht funktioniert, ist die Kombination aus Umwelt- und Klimaschutz auf der einen und der Erhalt / die Steigerung von Unternehmensgewinnen auf der anderen Seite. Oder kürzer: Umwelt-/Klimaschutz und wirtschaftsliberaler Kapitalismus schließen einander aus.
    • Neu

      flash schrieb:

      Nur kurz zu Flixtrain vs. DB: Flixtrain sucht sich eben nur die wirklich rentablen Strecken raus. Die DB muss da immer ein komplettes Netz aufrechterhalten und damit weniger rentable Strecken quersubventionieren.

      Ja....nein...Jain.
      Bestell ich das Ticket bei der DB Vetrieb GmbH und beschwere mich über die Preise, kann die DB Vertrieb nichts für die Preise. Diese sind knapp kalkuliert und die Miete der Schienen ist ja auch teuer.
      Wer vermietet also die Schienen? Richtig: Die DB Netze...das ist das gleiche Spiel wie bei Post und Telekom. Für den Endverbaucher ist es einfach teuer. Und der jeweilige Finanzminister profitiert am meisten davon.

      Selbst wenn man die MwST von Tickets wegnehmen würde, würden Ticket nicht billiger werden. Warum? Weil die Hauptaktionär der Bahn Geld braucht. Die Stuersenkung weiter zu reichen, würde aber weniger Dividende bringen. Weniger Dividende heißt Haushaltsloch (welche man eigentlich mit dem Schuldeberg zuschütten sollte) und das will der Wähler ja auch nicht. ...

      Der Wähler ist also schuld an den Bahnpreisen und das Flixtrain/bus nicht auch auf dem Land fährt.
      :borg:
    • Neu

      flash schrieb:

      Nur kurz zu Flixtrain vs. DB: Flixtrain sucht sich eben nur die wirklich rentablen Strecken raus. Die DB muss da immer ein komplettes Netz aufrechterhalten und damit weniger rentable Strecken quersubventionieren.
      Naja - dafür bekommt die DBAG ja auch die eine oder andere Steuermilliarde und Flixtrain nicht.

      Allerdings: die DBAG steckt diese Milliarden lieber in irgendwelche Prestige-Projekte, damit ein paar Bank- und Politheinis 2 min 47 sec schneller von Hamburg nach Berlin oder von Köln nch Frankfurt kommen. Kein Wunder, daß die anderen Strecken der DBAG nicht sonderlich rentabel sind …