Panik ;) Wen soll ich denn wählen???

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    • Was ich der SPD wünsche, sind Wahlergebnisse (Land und Bund!) von 4,x%, denn diese Partei kann sich, sofern überhaupt, nur noch in der ausserparlamentarischen Arbeit erneuern, um dann (vielleicht!!!) 2037 wieder wählbar zu sein/werden.

      Ich würde das dann zwar nicht mehr erleben, denn dann wäre ich 85 Jahre alt, und das werde ich nicht und will ich nicht werden. Aber vielleicht würde das ja für die Nachfolgenden eine Option sein oder werden.

      P.
    • Herzi schrieb:


      Wann reagiert der SPD-Rest endlich?
      GrKo aufkündigen und Nahles endlich kicken...
      Warum sollte die SPD das tun? Was die GroKo da so treibt entspricht dem, was spätestens seit Schröder "sozial"demokratisches Programm ist: Neoliberalismus stärken, Globalisierung vorantreiben, die Reichen noch reicher machen und dem Ganzen ein pseudosoziales Feigenblättchen umhängen, damit's nicht ganz so offensichtlich wird.

      Ob dabei die oberste Pappfigur Nahles, Schulz, Scholz oder im Zweifel sogar Kühnert heißt, ändert daran überhaupt nichts: der ständige Personalwechsel bei der SPD hat ausschließlich die Funktion, allen mit einem Rest an sozialem Gewissen eine Scheinhoffnung zu geben, daß sich doch noch 'was ändern könnte.
    • Herzi schrieb:

      Warum das die SPD schon längst hätte tun sollen?
      Um sich zu retten.
      Aber die Mandate/ Regierungsbeteiligung waren ja wichtiger...
      ... die SPD will sich nicht retten! Das wäre nämlich ganz einfach: sie bräuchten Inhalte, die sich deutlich von denen der CDU unterscheiden und sie bräuchte programmatische Vorstellungen, wie z.B. der Reichtum dieser Gesellschaft nicht mehr bei nur wenigen sondern bei "allen" ankommt. Dafür muss man nicht zwingend "BWM vergesellschaften" (Kühnert) - es würde völlig ausreichen, einen Weg zurück zur "sozialen Marktwirtschaft" als Programm aufzuzeigen.
      Aber die SPD steht seit Schröder dafür, diese soziale Marktwirtschaft zu beseitigen: Abschaffung der Erbschaftssteuer, Hartz IV, Steuerfreiheit bei Unternehmensverkäufen, Absenkung des Höchststeuersatzes, ... das ist seit Schröder sozialdemokratisches Programm und ganz offenbar soll das auch so bleiben. Die Suche nach neuem Führungspersonal ist letztlich nur die Suche nach Leuten, die die Abschaffung des Sozialstaates besser als soziale Errungenschaft verkaufen können, als Nahles & Co.

      Tatsächlich aber sind CDU, FDP und Grüne (!) bei der Abschaffung der Reste der sozialen Marktwirtschaft deutlich "besser" und effizienter. Die SPD ist dafür als "soziales Feigenblatt" überflüssig geworden ...
    • Man muss vorsichtig mit den Forderungen sein :D

      Die SPD hat die soziale Marktwirtschaft (Danke für den Hinweis @Pjotr) von der Union übernommen. Wie Herr Kühnert richtig sagte, heißt es bei der SPD demokratischer Sozialismus.

      Und genau das ist das Problem: Inhaltlich will sich die SPD nicht unterscheiden.
      Und in einem Artikel sagte ein SPD-Mitglie so etwas wie: Bei 15% muss man es nicht mehr jedem recht machen.

      Die SPD hat also Chancen Forderungen zu stellen. Ein alternatives Programm aufzustellen. Die Chance hatte sie schon nach Schröder, da hast du recht sie wollte und will nicht. Das gebe ich dir Recht @snork

      Zuerst hat die SPD ein inhaltliches Problem. Soweit die Medien. Ja....inhaltlich hat sich die SPD viel von der Union klauen lassen. Nein. Die beiden Parteien haben sich in den GroKos einfach nur aufeinander zu bewegt. Da hat keiner was geklaut. Das ist eher wie bei Paaren, bei denen später die Klamotten immer gleich aussehen müssen. :D

      Aber es ist eben nicht nur der Inhalt. Es sind auch die Gesichter. Die SPD hat über Jahre immer alle in die Führungspositionen gewählt, die mitverantwortlich für die Agenda waren. Das ist noch kein Problem. Jeder darf seine Meinung ändern. Die Begründung von den Personen, warum hartz4 auf einmal schlecht ist, war aber schlicht und einfach: Der Wähler hat uns abgestraft.
      Und daraus haben die Wähler anscheinend folgendes gefolgert: Man ist gegen hartz4, weil ich nicht SPD gewählt habe. Aber grundsätzlich ist man eben dafür.
      Das verprellt die meisten. Ich nehme es einem Olaf Scholz nicht ab. Auch Andrea nahles nehme ich nicht ab, dass sie gegen Hartz4 ist.
      Nicht so, wie sie ihre Meinungsänderung erklären.
      :borg: