Panik ;) Wen soll ich denn wählen???

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    • Panik ;) Wen soll ich denn wählen???

      In ca. 3 Monaten sind hier in Bayern Landtagswahlen, und eine Woche später dann Bundestagswahlen, und ich weiss immer noch nicht, wen ich wählen soll. Am liebsten würde ich zuhause bleiben, denn eigentlich ist KEINE der "angebotenen" Parteien diejenige, die ich gerne wählen und an der Regierung sehen möchte. Andererseits finde ich es undemokratisch, nicht wählen zu gehen. Alternativ wäre eine ungültige Wahl anzudenken (Wahlzettel durchstreichen, und einwerfen), denn ich habe mal gehört, dass die ungültigen gezählt werden, während die Nichtwähler einfach "wegfallen".

      Ich will jetzt hier keine Offenlegung Eurer möglichen Wahlentscheidung initiieren, wir haben ja schliesslich ein geheimes Wahlrecht... ;) Aber was ist für Euch bei Eurer Wahlentscheidung wichtig, wie informiert Ihr Euch, welche Themen sind für Euch unabdingbar und wie entscheidet Ihr dann? Ich bin nun fast 61 Jahre alt, habe sicherlich schon 20- oder 30mal gewählt, aber noch nie fiel es mir so schwer wie seit ca. 4 oder 5 Jahren.

      Lieben Gruss

      Peter
    • Hallo Peter,

      drei Monate vorher? Und schon Panik? Ich glaube, es gibt eine Menge Leute, die Auf dem Weg zum Wahllokal noch nicht wissen, was sie wählen werden. Oder zumindest sich erst wenige Tage zuvor festlegen.

      Es ist sehr schwer, zu sahen, wovon man sich beeinflussen lässt in seiner Entscheidung.
      Sicher würde ich mich beeinflussen lassen, wenn sich sich eine/r spontan beim Besuch im Hochwassergebiet das Jacket vom Leib reißt und nachweislich bis zur Erschöpfung Sandsäcke schleppt, anstatt über eigens aufgebaute Stege über die Seenlandschaft zu spazieren und schlau zu tun.
      Die schwerwiegendste und gefährlichste aller Resistenzbildungen ist immer noch die Faktenresistenz.

      Mia Paulsen, Uni München
    • Lieber Pjotr,

      mir geht es vor Wahlen auch so. Meistens entscheide ich mich am Ende dann doch für die Partei, die ich so gut wie immer gewählt habe.
      Letztendlich ist es schwierig, denn Wahlversprechen gibt es wie Sand am Meer und was am Ende dann wirklich umgesetzt wird, steht auf einem anderen Blatt.

      Wählen gehe ich, weil ich immer daran denken muss, wie viele Menschen gerne wählen würden und nicht dürfen und wie viele dafür gekämpft haben, dass wir frei wählen können.

      Aber es ist meistens ganz zum Schluss, also quasi vor der Wahlkabine, eine Bauchentscheidung bei mir.

      Liebe Grüsse
      Darla


      Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.
      John Lennon
    • Die Qual der Wahl.

      Also ich informiere mich meist nur durch Fernsehen, Radio, Plakate.
      Wenn mir einer unsympathisch ist, wähl ich den auch nicht.

      Bei den Parteien/Listen kann ich ja schlecht nach Sympathie gehen. Da suche ich mir dann einfach zwei oder drei Themen aus und Vergleiche die Positionen der Parteien.
      Die mit am meisten Übereinstimmung kommt dann in die nächste Runde.

      Fairerweise muss ich aber da sagen, dass ich die ganz kleinen Parteien meist nicht so berücksichtige. Gut...Die Partei, Piraten und AfD schau ich mir schon an.

      Ansonsten würde ich vielleicht auch einfach einen Knobelbecher mit ein paar Würfeln ins Wahllokal mitnehmen.
      :borg:
    • Ja, so spontan wähle ich auch meistens. Und meistens wähle ich dann auch meine frühere Partei, deren Mitglied ich bis 1982 war. Aber seit vielen Jahren wähle ich diese Partei nur noch als kleineres Übel, und ich würde so gerne mal aus Überzeugung wählen.

      Nun, bei der Bayern-Wahl werde ich wohl die Partei wählen, der wir die Nichtraucherei in den Gaststätten verdanken ;) Aber bei der Bundestagswahl?!

      Oje...

      LG

      P.
    • Für mich ist es relativ einfach: Es gibt für mich ein politisches Thema, das mir weit wichtiger ist als alle anderen (konkret: Nachhaltigkeit mit speziellem Fokus auf Umweltschutzaspekte, wir wollen schließlich auch in 20 Jahren noch leben können). Damit ist meine Wahlentscheidung getroffen, weil es dafür nur eine passende Partei gibt. Den Rest aus dem Wahlprogramm nehme ich dann halt in Kauf.
    • Ja, das ist allerdings in der Tat ein Grund zur Panik :)

      Ich bin als Beinahe-Veganer zwar dagegen, so einen "Zwangstag" einzuführen, aber ich stecke diese Grünen-Aktion eher in die Schublade "Pubertäre Albernheiten" als dass ich sie ernst nähme (Grund: ich denke nicht, dass auch nur EIN Mensch vom Vegetarismus/Veganismus überzeugt werden kann durch Zwänge!). Aber die FDP muss halt alles nutzen, um wenigstens mal wieder 2,3 Minuten Aufmerksamkeit zu erhalten, bevor man diese Partei wieder vergisst...

      Gruss

      Peter
    • Das witzige ist ja, dass die Grünen das nicht mal als Gesetz machen wollen.
      Sie wollen sich in der Regierung lediglich dafür einsetzen, dass es so einen Tag geben sollte.

      Also nicht mal was wirklich ernst gemeintes. Und außerdem steht das schon seit 3 Monaten in dem Wahlprogramm drin. Also brauchen FDP-Wahlkämpfer 3 Monate um das Programm zu lesen. Und dann können sie den Inhalt nicht korrekt wiedergeben.
      Die sind Opfer ihrer eigenen Bildungspolitik :D
      :borg:
    • Zu dem Thema Veggie-Day:

      In meiner FB-Freundesliste ist anscheinend ein FDP-Anhänger. Gut...wenn man jung ist macht jeder mal Blödsinn :D
      Eine Gruppe "FDP Liberté" findet diesen Kommentar sehr toll.

      Hier habe ich mal den Teil aus dem Wahlprogramm herauskopiert, um den es geht:

      Wahlprogramm 2013; Grüne schrieb:

      Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Ange-
      bote von vegetarischen und veganen Gerichten und ein „Veggie Day“
      sollen zum Standard werden. Wir wollen ein Label für vegetarische
      und vegane Produkte.


      Der Autor hat anscheinend das Programm nicht gelesen und/oder falsch verstanden.
      Ich sehe da keine Bevormundung. Auch Renat Kühnast hat klargestellt, dass sie niemandem das Schnitzel verbieten will.

      Außerdem sollen öffetnliche Kantinen, die bereits grundsätzlich vegetarische, manchmal auch vegane, Gerichte anbieten, diesen Tag einführen. Einige wenige haben diesen Tag bereits.


      Aber gut, kommen wir zur "Freiheit". Ein FDP-Thema. Freiheit. Da fällt mir eine Kernkompetenz der FDP ein: freie Marktwirtschaft. Ich verstehe es so, dass sich der Markt oder die Märkte frei von Gesetzen entwickeln sollen/können/dürfen. Da hab ich eine Frage: Warum unterliegen Apotheken nicht der freien Marktwirtschaft? Warum sträubt sich die FDP diesen Markt freizugeben? Ich unterstelle denen ja nichts böses. Aber liegt es an der starken Lobby von der Pharmaindustrie? Wäre doch toll, wenn ich meine Medikamente, die in Deutschland produziert werden, günstiger im Ausland kaufen könnte. Schließlich ist genau DAS freie Marktwirtschaft.

      Wie auch immer: Ich lese keine Programme, außer ein Thema interessiert mich. Und manchmal lohnt es sich. Vor allem um Falschaussagen zu überprüfen. Und das rumhacken auf dem Gegner zeigt mir, dass die FPD offensichtlich keine eigenen Inhalte hat, um zu Punkten. Also muss man den anderen schlecht darstellen, um besser auszusehen.

      Irgendwie ist das langweilig. :rolleyes:
      :borg:
    • Nun, die Hauptwählerschaft der FDP besteht aus Bankern, Ärzten und Apothekern (habe ich mal gelesen) und da will man es sich doch mit denen nicht verderben. Also schliesst man die Apotheken aus der Forderung nach einer "freien" Marktwirtschaft aus. Und ja, Apotheker und Pharmaindustrie sind mächtig! Auf der Innenstadt-Hauptstrasse in Neuss (Fussgängerzone, ca. 1 km lang) gab es in der Zeit, als wir dort wohnten, ca. 8-10 Apotheken, also ca. alle 100 Meter eine. Und die konnten alle super davon leben! Das zeigt mir, dass die Pharmapreise so hoch sind, dass sogar ein "überblähter Markt" davon und damit leben kann. Und diese Pfründe wollen sich weder Pharmaindustrie noch Apotheker nehmen lassen. Und die FDP ist DEREN Partei.

      Gruss

      Peter

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pjotr () aus folgendem Grund: Doofe Tippfehler korrigiert...!

    • FDP-Wahprogramm schrieb:

      Der Abbau teurer und überflüssiger Bürokratie muss p
      olitisch höchste Priorität genießen.
      Deshalb soll künftig ein Ministerium (zum Beispiel d
      as Wirtschaftsministerium) umfassend
      für diesen Themenbereich zuständig sein. Nur so bek
      ommt dieses Anliegen ein starkes
      Sprachrohr im Kabinett.


      Und um die Bürokratie abzubauen, stellt die FDP dann 3 Staatssekretäre ein :D
      :borg:
    • So, der Wahlomat Bayern ist online.

      Mein Ergebnis an Übereinstimmung mit den Parteien des bayrischen Landtags bzw. den Parteien, die hier zur Wahl stehen (Extrem- und Splitterparteien habe ich für die Analyse gar nicht angeklickt):

      Mit der SPD 82% Übereinstimmung.
      Mit der Linken 78% Übereinstimmung
      Mit der ÖDP 65% Übereinstimmung.
      Mit dem Freien Wählern 61% Übereinstimmung
      Mit den Grünen 53% Übereinstimmung.
      Mit den Piraten 53% Übereinstimmung
      Mit der CSU 42% Übereinstimmung.
      Mit der FDP 32% Übereinstimmung

      Und wen wähle ich jetzt?

      ;)

      P.