Gedanken zur vegetarischen und veganen Ernährung

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    • Gedanken zur vegetarischen und veganen Ernährung

      Hallo,

      ich denke, hier müssen ja nicht nur Rezepte ausgetauscht werden, sondern es können ja auch Gedanken zur vegetarischen und/oder veganen Ernährung diskutiert werden. Da ich momentan "andenke", mal einen veganen Versuch zu starten (Vegetarier bin ich seit 33 Jahren), habe ich an anderer Stelle darüber berichtet und einige Fragen ausgelöst. Vielleicht könnten wir die ja hier diskutieren?!

      Lieben Gruss

      Peter
    • Danke Peter :)

      Ich kopiere einfach mal meinen letzten Post von dort:

      >>Wenn ich mich vegetarisch ernähren würde,
      dann wäre der Respekt vor dem Lebewesen entscheidend.

      Ungesund ist es sicherlich, sehr viel Fleisch zu essen.

      Ab wann ist ein Lebewesen ein Lebewesen?
      Ich meine: Jenseits von Fisch, Schwein usw....
      Es gilt wohl die Unterscheidung Pflanze/ Tier.

      Eier von Hühnern, die eben nicht eingequetscht dahin-vegetieren
      Milch von Kühen, denen es gut geht und Fisch, der aus dem Meer/ der 'Natur'
      stammt und ... ja und?
      O.g. belastet mein Gewissen nicht.
      Massentierhaltung allerdings empfinde ich als widerlich
      und doch esse ich Würstchen, Leberkäs usw. gern...

      Eine vegane Ernährung in seinen Varianten erachte ich als ursprünglich widernatürlich-
      aus ernährungsphysiologischer Sicht...
      ...allerdings gibt es m.E. schon Menschen, denen es aus verschiedenen Gründen
      so besser gehen könnte, denke ich, so Eiweiße verarbeitet werden müssen
      und z.B. die Nieren belasten können.

      Manchmal habe ich Fleisch-Heißhunger und mir geht es besser,
      wenn ich diesem Druck 'nachgebe'...
      ...wenn ich die bekannten Bilder von Fabrik-mäßiger Massentierhaltung
      sehe oder mir diese beim Einkauf nur vorstelle, vergeht mir der Appetit.

      Ein Bekannter von mir hat eine Fleischerei.
      Er verkauft nur Fleisch von ihm persönlich bekannten Bauern
      bzw. (! ;) ) eben von deren lizenzierten Bio-Höfen.
      Das Fleisch stammt somit aus der Region und ja: Man schmeckt den Unterschied deutlich.
      Sorry Peter...

      Und doch:
      Ich würde keinen Hund oder keine Katze usw. essen.
      Warum dann Rind, Schwein, Lamm usw.?
      Es besteht keine Notwendigkeit.

      Hmm....... <<

      Ich empfinde es als inkonsequent Tiere zu essen und mache trotzdem...warum?

      Trägheit, Verlangen, Appetit, Notwendigkeit?

      Ich weiß es nicht...


      Der Mensch (so eine gängige Theorie) wurde 'zum Menschen',
      weil er den Bäumen entstiegen zum guten Jäger wurde und mit der Protein-Bombe Fleisch
      seine Gehirnentwicklung positiv beeinflusste, was ihn zu einem noch besseren Jäger machte...

      Mittlerweile würde sich der 'bessere Mensch'...der klügere Mensch-
      wohl eher durch den überwiegenden Verzicht auf Fleisch auszeichnen, denke ich.

      Also warum esse ich meine Verwandten?
      Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst.
      Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī
    • Also ich esse Tiere.

      Geflügel, Fisch, Schwein und Rind.
      Aber ich muss auch Appetit darauf haben. In der Mensa ist das einfach: Da habe ich drei Gerichte. Mindestens eines ist vegan oder vegetarisch. Auch diese Gemüsesachen schmecken und esse ich.
      Sagen wir es mal so an 5 Tagen, esse ich ich einmal Schwein, einmal Fisch, und einmal geflügel. Die anderen zwei Tage gibt es dann Nudeln oder überbackenen Schafskäse oder so'n Kram. ;) Außer Tofu!!! Das Zeug habe ich jetzt zweimal probiert. Einmal in Form von Bratwurst und es war nur mit gefühlten 5 Litern Curryketchup herunterzubekommen. Und einmal in der Mensa (da ist alles regional und bio und so) und es war etwas weniger ekelhaft.

      Also in erster Linie ist die Sache mit der Ernährung eine Gesschmackssache.

      Evolutionstechnisch haben wir uns irgendwie mal dazu durchgerungen, Fleisch zu essen. Erst roh, später dann gegarrt.
      Angefangen haben wir mit Insekten, wie zum Beispiel Ameisen. Die findet man in jedem Garten. Ich denke, so ein Nest sollte für ein Mittagessen reichen. :D
      Übrigens experimentiert man auch mit Mehlwürmern....;)

      Lebewesen verstoffwechseln nun mal etwas. Also Pfalnzen, Insekten, Menschen, Tiere und auch Bakterien.
      Nun eine Pflanze empfindet wohl tatsächlich weniger, als eine Kuh. Und die Massentierhaltung ist nicht in Ordnung.
      Man kann ja veruschen "gutes" Fleisch zu kaufen. Die Möglichkeit besteht, nur ist der Mensch mal wieder zu faul.

      Ein Punkt den ich auch schon gehört habe ist "Umweltschutz"...
      Auf den ersten Blick stimmt es, aber:
      Es werden Monokulturen angepflanzt, die dann mit Pestiziden gespritzt werden. Und wer leidet? Bienen.
      Ohhne Bienen keine Bestäubung.

      Ich denke, es ist einfach so: Jeder soll essen, was ihm schmeckt. Aber man sollte auch ein bischen drauf achten was man da zu sich nimmt.
      Ansonsten halte ich es wie bei Religionen: Ich schreibe euch nichts vor, also schreibt mir auch nichts vor.
      Wer nur mit Salat glücklich is(s)t, soll es auch nur mit Salat sein.

      Ich brauche halt von jedem etwas.
      :borg:
    • Gesternabend habe ich eine Antwort geschrieben, aber die war plötzlich weg, also heute morgen nochmal, vermutlich nicht so ausführlich... (es gab mal eine Funktion, wo angefangene Antworten gespeichert worden sind, aber das hat wohl nicht geklappt, denn heute morgen war nix mehr zu finden).

      Also:
      Wenn ich mich vegetarisch ernähren würde,
      dann wäre der Respekt vor dem Lebewesen entscheidend.
      Das war damals für mich auch ausschlaggebend. Gesundheit und "Öko" spielten noch keine Rolle, ich war damals 28, und körperlich topfit.

      Ab wann ist ein Lebewesen ein Lebewesen?
      Ich meine: Jenseits von Fisch, Schwein usw....
      Es gilt wohl die Unterscheidung Pflanze/ Tier.
      Ich bin der Meinung, dass auch Pflanzen leidensfähig sind. Für mich spielt weniger die Frage, ab wann etwas "Lebewesen" ist, eine Rolle, sondern ob etwas Leid spüren kann. WIE leidensfähig eine Pflanze ist, kann nur vermutet werden. Aber da ist meine Grenze: Da ich etwas essen MUSS, um zu überleben, und man oder ich meiner Meinung nach nicht nur von Früchten und Samen leben kann und will (bei deren Ernte werden ja die Pflanzen als Ganze nicht vernichtet), ist es mein Kompromiss, dass ich Pflanzen ohne schlechtes Gewissen esse.

      Eier von Hühnern, die eben nicht eingequetscht dahin-vegetieren
      So machen wir das ja auch. Wir bekommen ja 95% oder mehr der Hühnereier, die wir im Jahr essen (das dürften um die 100-150 Eier sein), von unserer hiesigen Cousine, die 15 Hühner hat, die frei leben, den Misthaufen genauso besuchen dürfen wie das Salatbeet. Wir kennen die Hühner quasi "persönlich" und wir wissen auch, dass sie eines natürlichen Todes sterben dürfen. Leider sind die Tiere sehr alt, und zwei sind bereits gestorben, so dass wir befürchten, dass die anderen (die gleich alt sind) wohl auch bald das Zeitliche segnen. Sie sind zwischen 11 und 12 Jahre alt. Da unsere Cousine dann keine Hühner mehr will (aus Alters- und Gesundheitsgründen), werden wir schauen müssen, ob und woher wir Eier beziehen können. Vielleicht ergibt sich der Verzicht dann von selbst, denn "freilaufend" aus dem Supermarkt genügt uns NICHT.

      Milch von Kühen, denen es gut geht und Fisch, der aus dem Meer/ der 'Natur'
      stammt und ... ja und?
      Das sehe ich anders. Um an die Milch zu kommen, muss der Mutterkuh das Kälbchen weggenommen werden, AUCH in der "Bio-Haltung". Anders geht es nun einmal nicht. Und die Kuh wird auch irgendwann gegen ihre Bedürfnisse geschlachtet, das möchte ICH einfach nicht mehr verantworten. Und ich möchte auch nicht mehr die Augen davor verschliessen, dass auch DAS Leid ist.

      Eine vegane Ernährung in seinen Varianten erachte ich als ursprünglich widernatürlich-
      aus ernährungsphysiologischer Sicht...
      Unsere heutigen Standardernährungen mit immer mehr Fertiggerichten, Fastfood etzc. ist doch nicht natürlich, aus ernährungsphysiologischer Sicht. Interessanterweise kriegen die Vagener immer zu hören, sie ernähren sich widernatürlich und ungesund. Wieviele Menschen ernähren sich denn, bitte sehr, gesund? Und sorry, wenn ich dann von McD***-Futterern höre, sie würden "sowas ungesundes wie vegane Ernährung" niemals praktizieren, kriege ich sanft das Kotzten (ich meine NICHT Dich, Herzi!!!).
      ...allerdings gibt es m.E. schon Menschen, denen es aus verschiedenen Gründen
      so besser gehen könnte, denke ich, so Eiweiße verarbeitet werden müssen
      und z.B. die Nieren belasten können.
      Dass die Menschen in unserer "Zivilisation" viel zu viel und gefährlich zu viel Eiweiss zu sich nehmen, ist bekannt. Das sagt sogar meine Hausärztin, die weder Veganerin noch Vegetarierin ist...

      Manchmal habe ich Fleisch-Heißhunger und mir geht es besser,
      wenn ich diesem Druck 'nachgebe'...
      Vielleicht kann ich so etwas darum nicht nachvollziehen, weil ich diesen Druck nie hatte. Ich bin so etwas wie ein "geborener Vegetarier", der erst sehr spät in seinem Leben (mit ca. 18 Jahren) das erste Stück Fleisch seines Lebens gegessen hat (ich habe vorher an Tierischem nur Eier, Milch und "Frikadellen" gegessen, alles andere vom Tier mochte ich nicht). Das habe ich gegessen, weil Freunde meinten, das müsse sein und schmecke lecker. Lecker fand ich es nicht, habe aber gut 10 Jahre lang hin und wieder mal ein Filetsteak gegessen, aus "sozialen Gründen"... Anderes als Filet, und zwar DURCHGEBRATEN, habe ich nie gegessen, noch nie ein Huhn, ganz selten mal Fischfilet (eins-, zweimal im Jahr). Ich MOCHTE diese Dinge einfach nicht, und mit 28 war dann ein Erlebnis mit einer Kuh für mich ausschlaggebend, es auch nicht mehr zu tun, sozialer Druck hin oder her. W. hat noch ca. 5 weitere Jahre hin und wieder Fleisch gegessen, und sie isst heute auch noch hin und wieder Fisch, aber nur auswärts, zuhause nie. Aber das macht sie so, weil SIE das möchte, ich würde so etwas nie einfordern oder erwarten.

      ...wenn ich die bekannten Bilder von Fabrik-mäßiger Massentierhaltung
      sehe oder mir diese beim Einkauf nur vorstelle, vergeht mir der Appetit.

      Ich würde keinen Hund oder keine Katze usw. essen.
      Warum dann Rind, Schwein, Lamm usw.?
      Es besteht keine Notwendigkeit.

      Hmm....... <<
      Dazu kann ich Dir leider nichts sagen, das kann man nur mit sich selbst ausmachen. Oder eben nicht.

      Der Mensch (so eine gängige Theorie) wurde 'zum Menschen',
      weil er den Bäumen entstiegen zum guten Jäger wurde und mit der Protein-Bombe Fleisch
      seine Gehirnentwicklung positiv beeinflusste, was ihn zu einem noch besseren Jäger machte...
      Ja, das ist wohl so. Aber ist das ein Wert an sich? Vielleicht wäre es für den Globus viel besser gewesen, wenn der Mensch Primat geblieben wäre...?!

      Mittlerweile würde sich der 'bessere Mensch'...der klügere Mensch-
      wohl eher durch den überwiegenden Verzicht auf Fleisch auszeichnen, denke ich.
      So weit möchte ich gar nicht gehen, da klingt mit, dass Vegetarier die besseren Menschen seien. Glaube ich nicht.

      Aber wir haben heute die WAHL, ob wir für unsere Ernährung Tiere leiden lassen wollen (und slebst Bio-Kühe müssen gegen ihre Ambitionen sterben!) unmd manchmal sogar so unendlich qualvoll leiden (Mastställe, Hühnerfabriken), dass sich der Mensch schämen müsste angesichts dessen, was er da für sein Billigfleisch veranlasst.

      Liebe Grüsse

      Peter
    • Xardas schrieb:

      Es werden Monokulturen angepflanzt, die dann mit Pestiziden gespritzt werden. Und wer leidet? Bienen.
      Ohhne Bienen keine Bestäubung.
      Und weil das falsch ist, ist Tieressen in einem Maße, das nicht nur unnötig, sondern sogar gesundheitschädlich ist, richtig? Das Absurde ist ja, dass wegen dieser Unmenge von "Tiereiweissproduktion" nicht nur die Tiere leiden, sondern auch der Mensch selbst. Es ist nachweislich nicht gesund, täglich dieses Billigfleisch essen, denn DARAUF ist der Mensch NICHT angelegt. Der sogenannte "Omnivore" Mensch musste die Tiere jagen (Bewegung!), und wenn er eines hatte, hatte er und seine Familie einige Tage Fleisch. Aber dann folgten viele Tage ohne Fleisch, ja, sogar oft mit Hunger. Wir leben doch heute in ganz und gar anderen Situationen...

      Schönen Gruss

      Peter
    • Nein, Tiere in Massen zu essen ist nicht richtig. Aber auch die Ernährung nur mit Pflanzen ist nunmal auch keine Lösung. Pflanzen der Umwelt zu liebe essen.
      Soja wird auf riesigen Plantagen angebaut.

      Und ja...Fleisch gab es in der Steinzeit nicht jeden Tag. Ich esse nicht jjeden Tag Fleisch und brauche es auch nicht.

      Die Lösung wäre, wenn der Mensch einfach mal auf seinen Bauch hören würde, statt auf die Werbung im Briefkasten.

      Ich verteidige hier weder, das übermäßige essen von Fleisch, noch möchte ich hier Vegetarier und Veganer angreifen. Es ist nur so, dass auch eine rein vegane Ernährung nicht alle Probleme löst. Es gibt auch bei rein pfnazlicher Ernährung eine andere Seite der Medaille.

      ---

      Da die Ursache ja der Mensch ist, müsste man vielleicht den Menschen abschaffen :gruebel:
      :borg:
    • Xardas schrieb:

      Soja wird auf riesigen Plantagen angebaut.
      Aber nicht das Soja für die Vegetarier/Veganer, sondern das Soja für die Mastviehfütterung! Ca. 90% der Sojaproduktion dient dazu, das Soja in Fleisch umzuwandeln. Diese Pfglanzenplantagen haben also nicht die Vegetarier/Veganer zu verantworten, sondern die Fleischesser!

      Dass vegetarische Ernährung nicht alle Probleme löst, ist klar. Aber löst Fleischernährung irgendein Problem, das es selbst schafft?

      Ich will auch niemanden angreifen, Xardas, aber mich stört es, dass als Argument genannt wird, auch Vegetarismus/Veganismus löse nicht alle Probleme. Das sagen vor allem meistens die, denen diese Probleme entweder egal sind und/oder die selbst nichts dagegen tun... (ich meine nicht Dich persönlich, ich hoffe, Du weisst das).

      Lieben Gruss

      Peter
    • Pjotr schrieb:

      Xardas schrieb:

      Soja wird auf riesigen Plantagen angebaut.
      Aber nicht das Soja für die Vegetarier/Veganer, sondern das Soja für die Mastviehfütterung! Ca. 90% der Sojaproduktion dient dazu, das Soja in Fleisch umzuwandeln. Diese Pfglanzenplantagen haben also nicht die Vegetarier/Veganer zu verantworten, sondern die Fleischesser!


      Ich werde mich sicher noch ausfühlicher zum Thema äußern, aber muss trotzdem jetzt ganz kurz hier einhaken:
      Soja dient in erster Linie der Ölgewinnung. Das was die Tiere bekommen ist das Extraktionsschrot, also ein Nebenprodukt der Sojaölproduktion aus dem das Öl chemisch extrahiert worden ist. Für die Tierernährung wäre Soja ansonsten absolut unrentabel.
      Aber da hat ja nur nebenbei mit dem Thema zu tun. ;)
      Die schwerwiegendste und gefährlichste aller Resistenzbildungen ist immer noch die Faktenresistenz.

      Mia Paulsen, Uni München
    • Xardas schrieb:

      Die Lösung wäre, wenn der Mensch einfach mal auf seinen Bauch hören würde, statt auf die Werbung im Briefkasten.

      unterschreib

      ich mag nicht viel dazu sagen. Ohne Fleisch, könnte ich mir das Leben nicht vorstellen. Nicht jeden Tag, aber Fleisch gehört für mich auf meinen Speiseplan.
      Ich denke, jeder muss das selber für sich entscheiden. Solange man sich gesund und abwechslungsreich ernährt.


      Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.
      John Lennon
    • Stimmt, Labi, aber das Öl dient nicht primär den Vegetariern, sondern der (billigen!) Margarine- und Speisefettherstellung. Und das wird nicht als "Fleischersatz" verwendet, sondern zum Frittieren der Leckereien für Nichtvegetarier. Es ist nicht so, dass dieser Überanbau an Soja getätigt wird, weil die Vegetarier das futtern...

      Mich stört massiv, dass selbst so etwas den Vegetariern angekreidet werden soll (nicht hier im Forum, aber diese Diskussionen führe ich ja nicht nur hier, bzw. MUSS sie führen...).

      LG

      Peter
    • Pjotr schrieb:

      Es ist nicht so, dass dieser Überanbau an Soja getätigt wird, weil die Vegetarier das futtern...


      Das wollte ich damit auch nicht gesagt haben. :nein:

      Dass der Produktionsaufwand tierischer Produkte gegenüber dem pflanzlicher Produkte, so wie es derzeit läuft, keinen Blumentopf gewinnen kann, ist klar.

      Es ist wichtig, die Resourcen für die tierische Produktion zu nutzen, die für den Menschen an sich nicht anders verwertbar sind (z.B. Dauergrünland), davon gibt es genug und ihre Nutzung hat ggf. sogar positive Umwelteffekte. Dafür ist es sicher notwendig, den Anspruch an die Menge tierischen Proteins für die humane Welternährung insgesamt zu drosseln, wobei das noch dauern wird - und da schließe ich mich nicht aus ...
      ... aber damit wäre jedenfalls die Konkurrenzsituation Fleisch vs. Brot entspannt.
      Die schwerwiegendste und gefährlichste aller Resistenzbildungen ist immer noch die Faktenresistenz.

      Mia Paulsen, Uni München
    • Ganz unspektakulär esse ich seit einigen Wochen kein Fleisch mehr
      sowie keine Tier- Produkte, wie auch tierische Fette außer Butter (soweit ich weiß...)

      Fisch, Eier und Milch/ Milch- Produkte esse ich schon.
      Leder...tja...weiß noch nicht.

      Bislang bin ich nicht 'schwach' geworden...ist eine vorwiegend ethische Entscheidung.

      Ich finde es gut :)
      Zudem schaue ich mich nach 'echten' Bio- Produkten um und staune nicht schlecht...

      Es scheint ein Parallel- Universum zu existieren...:D
      Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst.
      Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī
    • Lieber Herzi,

      ich finde es toll, dass Du den Versuch machst. Wie lange er hält, ist erst einmal unwichtig, Hauptsache, Du machst es.

      Das aggressive Verhalten der anderen... Tja, das habe ich ganz besonders in der Anfangszeit sehr "geniessen" dürfen. Aber auch heute erfahre ich da noch manche Aggression, obwohl ich niemals "missionieren" würde, weder religiös noch in Sachen Ernährung. Das lässt mich auch oft so empfindlich reagieren, wie ich ja auch hier im Forum schon mal reagiert habe...

      Lieben Gruss

      Peter
    • Mit diesen teils heftigen Reaktionen habe ich nicht gerechnet.

      Als würde ich irgendwem irgendwas wegnehmen wollen...Fleisch?

      Ich erwähne es quasi nur gelegentlich (oft nur Dritten gegenüber)
      und quer durch die Bank kommen unerbetene Kommentare
      in Richtung Warmduscher und Mangelernährung blablabla...
      ...derweil 'solche Leute' nervös mit ihrem Feuerzeug spielen...:D

      Mein quasi null- Alkohol- Konsum und die Tatsache, dass ich ohne Nikotin
      und Bild/ RTL usw. leben kann, machen das Bild von mir nur vollkommen...in deren Augen,
      wie es scheint...

      Ehrlich gesagt ist mir das sch*-Egal...:D
      Weder muss ich mich erklären, noch tangiert mich deren Aggressivität.
      Aber ich erlebe auch Zuspruch/ Anerkennung;
      Wofür?
      Etwas sein zu lassen, was definitiv unnötig ist?
      Respekt, Sympathie oder ein wenig Neid?
      Schwer zu sagen...unklar, wobei diese spontane Abwehr/ Aggressivität
      wohl aus einer Bedrohungsreaktion entsteht, denke ich. (?)

      Jedenfalls hatte ich nette Begegnungen mit Menschen,
      die sich 'outeten' und mit denen man irgendwie oft gleich
      ein 'höheres Level' zu erreichen scheint.
      Meint: Sich eben andere Gedanken macht...weiter zu denken scheint.

      Wirkt das arrogant?


      Schaun mir mal...:D

      P.S.: Eine Frage kreist in mir (oder meinem Magen)...
      ...eine, die Dich hoffentlich nicht ekelt, Peter.

      Zählt Wild für mich auch?
      Der Gedanke dahinter ist, dass Wild ja 'eigentlich' nicht produziert wird.
      Das 'Eigentlich' ist die Frage...
      Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst.
      Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī
    • Lieber Herzi,

      ich denke, ehrlich gesagt, dass diejenigen, die so aggressiv reagieren, meistens selbst ahnen, dass Ihr Essverhalten/Konsum nicht ganz richtig ist. Da bricht das schlechte Gewissen durch. Oder sie fühlen sich missoniert, obwohl das gar nicht vorliegt.

      Du fragst: "Zählt Wild für mich auch?"

      Das kann ich "eigentlich" (;)) so nicht beantworten, bzw. es gibt mehrere Antworten, zumindest drei:

      Wenn es Wildschwein ist, solltest Du die gesundheitlichen Risiken bedenken. Wildschweinfleisch ist immer noch durch die Radioaktivität kontaminiert, die von Tschernobyl ausging/ausgeht. Zumindest hier in Ostbayern wird auch noch oft darauf hingewiesen!

      Wenn es Dir in erster Linie darum geht, dass ein Tier "gesund" "produziert" wird, sehe ich bei Reh, Hase etc. kein Hinderungsgrund.

      Wenn Du aber, wie ich, aus tier-ethischen Gründen auf Fleisch verzichtest, also der Meinung bist, dass ein Tier nicht getötet werden sollte zur eigenen Ernährung, dann fällt Wild natürlich auch unter das "Verbot" (übrigens auch Fisch). Ich persönlich möchte nicht, dass für mich ein Tier stirbt, darum esse ich sie nicht. Daher kommt das alles für mich nicht infrage.

      Lieben Gruss

      P.