Die Welt ist nicht immer einfach

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    • flash schrieb:

      Der übliche Ansatz wäre, dass man sich, wenn man ein Ergebnis nicht beurteilen kann (aus Zeit- oder Wissensgründen) auf die Beurteilung von Experten verlässt - die nennt man dann Wissenschaftler.
      Es bleibt einem in einer solche Situation tatsächlich wenig anderes übrig, als sich auf "Experten" und deren Urteil zu verlassen.

      Tatsache ist aber, daß es (gerade unter Wissenschaftlern - allein schon wegen des Prinzips der "Falsifikation") immer Experten mit dieser und Experten mit einer anderen Sichtweise gibt und daß man sich daher entscheiden muß, welchen dieser Experten man vertraut. Da "Wissenschaft" kein demokratischer Prozeß ("die Mehrheit hat recht") ist, halte ich es für sinnvoll, andere Kriterien heranzuziehen, um entscheiden zu können, welchen dieser Experten man vertraut.

      Wessen Interessen die dargelegten wissenschaftlichen Sichtweisen dienen, erscheint mir ein durchaus geeignetes Kriterium zu sein, zu um zu entscheiden, auf welche Beurteilung welcher Experten ich mich verlasse.
    • Ärzte-Delegation zieht vors Staatsministerium - diagnose:funk

      0000002418.pdf





      Erster Link: Diese Leute waren gestern in der Innenstadt mit ihrem Stand: "10 mal mehr Masten, 10 mal mehr Strahlung"
      Ich bin jetzt kein Physiker. Aber die Strahlung ist erst mal etwas was da ist und die hat Eigenschaften. Frequenz und Amplitude zu Beispiel.
      Außer Gamma-Strahlung, das sind soweit ich weiß Heliumkerne, aber ich schweife ab.
      Ich nehme jetzt mal die Amplitude: Die wird mit zunehmenden Abstand zur Quelle kleiner. Und wie schnell das abnimmt, hängt von der Frequenz und auch vom Übertragungsmedium ab.
      10 mal mehr Masten ergeben damit nicht 10 mal mehr Strahlung, außer diese Masten werden direkt nebeneinander gestellt.
      Und dann wird in dem Text auf Studien verwiesen. Eine vom Bundesamt für Strahlunschutz. Aber welche? Kein Name, kein Link, kein Datum.

      Also was soll man von dem Text halten?


      Zweiter Link: Auch hier macht man eine Recherche unnötig schwer, in dem wieder nur auf eine Studie verwiesen wird. Hier wird nicht mal die Quelle der Studie genannt. Klar ist das Ziel dort, nötige Stimmen zu bekommen...aber um sich eine Meinung zu bilden, sollten sich auch Abgeordnete informieren können. Bzw. sollte die Argumentation eben nachvollzogen werden können, aber das geht nicht. Man muss also glauben. (Aber das passt ja zu Unionsparteien)

      Dazu ist mir dann noch das Video eingefallen.
      :borg:
    • snork schrieb:

      flash schrieb:

      Der übliche Ansatz wäre, dass man sich, wenn man ein Ergebnis nicht beurteilen kann (aus Zeit- oder Wissensgründen) auf die Beurteilung von Experten verlässt - die nennt man dann Wissenschaftler.
      Es bleibt einem in einer solche Situation tatsächlich wenig anderes übrig, als sich auf "Experten" und deren Urteil zu verlassen.
      Tatsache ist aber, daß es (gerade unter Wissenschaftlern - allein schon wegen des Prinzips der "Falsifikation") immer Experten mit dieser und Experten mit einer anderen Sichtweise gibt und daß man sich daher entscheiden muß, welchen dieser Experten man vertraut. Da "Wissenschaft" kein demokratischer Prozeß ("die Mehrheit hat recht") ist, halte ich es für sinnvoll, andere Kriterien heranzuziehen, um entscheiden zu können, welchen dieser Experten man vertraut.

      Wessen Interessen die dargelegten wissenschaftlichen Sichtweisen dienen, erscheint mir ein durchaus geeignetes Kriterium zu sein, zu um zu entscheiden, auf welche Beurteilung welcher Experten ich mich verlasse.
      Auch hier wieder: Es gibt keine faktenbezogenen unterschiedlichen Sichtweisen in der Wissenschaft. Was es jedoch geben kann, sind sich widersprechende Hypothesen. Das sind dann letztlich Erklärungsversuche für angesammelte Indizien, bei denen es bislang nicht gelungen ist, sie zu widerlegen, oder die man dennoch weiter nutzt (bspw. früher das Bohrsche Atommodell), weil sie zumindest große Teile der Wirklichkeit erklären können. Aber Hypothesen werden von Wissenschaftlern nicht als Fakten kommuniziert und werden in der Regel auch medial gar nicht bekannt. Daher stellt sich für den Laien die Frage, welcher Hypothese er glauben soll, gar nicht. Du hast allerdings weiter oben nicht Hypothesen sondern belegte Erkenntnisse, also Fakten, angezweifelt. Das ist ein großter Unterschied.
    • Xardas schrieb:

      Dieses messen mit zweierlei Maß ist üblich.
      Die Grünen sind gerade eine perfektes Beispiel

      heute-show vom 22. November 2019 - ZDFmediathek
      Ein satirischer Beitrag zum Thema Homöopathie. Und der AfD-Vergleich ist leider richtig.
      Entweder ich halte mich eben an wiss. Fakten oder ich trage meine unqualifizierte Meinung nicht offen vor mir her.
      Habe mir erlaubt, Deinen Post zu ergänzen.
      Das ist eines der großen Probleme unserer Zeit: Je weniger Ahnung, desto mehr Meinung.
      Die schwerwiegendste und gefährlichste aller Resistenzbildungen ist immer noch die Faktenresistenz.

      Mia Paulsen, Uni München
    • Neu

      flash schrieb:

      snork schrieb:

      Wessen Interessen die dargelegten wissenschaftlichen Sichtweisen dienen, erscheint mir ein durchaus geeignetes Kriterium zu sein, zu um zu entscheiden, auf welche Beurteilung welcher Experten ich mich verlasse.
      [...] Daher stellt sich für den Laien die Frage, welcher Hypothese er glauben soll, gar nicht. Du hast allerdings weiter oben nicht Hypothesen sondern belegte Erkenntnisse, also Fakten, angezweifelt. Das ist ein großter Unterschied.
      :froschi:

      Monsanto soll Studien zu Glyphosat gekauft haben - SPIEGEL ONLINE

      Ich bleibe dabei: "Wessen Interessen die dargelegten wissenschaftlichen Sichtweisen dienen, erscheint mir ein durchaus geeignetes Kriterium zu sein, zu um zu entscheiden, auf welche Beurteilung welcher Experten ich mich verlasse." Den wissenschaftlichen Sichtweisen, die z.B. von Monsanto (oder Bayer) finanziert sind, werde ich auf gar keinen Fall vertrauen!